TeX Live 2008 auf Ubuntu 8.10/9.04 installieren

Mittwoch, 25.02.2009 um 22:46 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da Ubuntu selbst in Jaunty noch kein TeX Live 2008 integriert und diese Version sehr viele sehr gute Überarbeitungen der Bibliotheken enthält, will ich nicht länger auf TeX Live 2008 verzichten. Zudem bringt diese Distribution einen eigenständigen Paketmanager mit, mit dessen Hilfe man TeX-Pakete unabhängig der Linux-Distribution aktualisieren und installieren kann.

Eine Kurzanleitung für die Installation habe ich auf der Seite von tug gefunden, nach der sich meine Anleitung anlehnt. Das Installationsprogramm kann man von hier herunterladen.

Hat man die Installation heruntergeladen, muss man das tar.gz Archiv entpacken. Nun hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man nutzt die Konsolenbasierte Installation oder man installiert TeX Live über eine GUI.

Installation ohne GUI

In der Konsole gibt man folgenden Befehl ein. Das sudo ist notwendig, um TeX Live nach /usr/local/ zu installieren. Will man TeX Live in sein Home-Verzeichnis installieren, kann man ohne sudo installieren, muss aber die Installationspfade anpassen.

jazz@jazz:~/Desktop/install-tl$ sudo ./install-tl

Per default sind in der Installation alle Pakete angewählt. Für mich war es nicht sehr sinnvoll alle Sprachen mit zu installieren. Die Spracheinstellungen erhält man durch tippen von “l” in die Konsole. Nun kann man die entsprechenden Sprachen auswählen, die Steuerung ist intuitiv und steht immer mit dabei. Nun kehrt man zum Hauptmenü der Installation zurück und startet mit “i” die Installation. Nun kann man ne geraume Zeit warten, denn die Installation lädt nun ca. 1,4 GB aus dem Netz.

Ist dies geschehen, werden die Pakete installiert.

Installation mit GUI

Für die Installation mit grafischer Bedienoberfläche muss noc, sofern nicht schon geschehen, das Perl/TK-Paket installiert werden.

jazz@jazz:~$ sudo apt-get install perl-tk

Nun kann in einer Konsole die Installation mit grafischer Oberfläche gestartet werden.

jazz@jazz:~/Desktop/install-tl$ sudo ./install-tl -gui

Folgende Oberfläche sollte man nun erhalten. Auch hier kann man alle Einstellungen wie in der Installation ohne GUI durchführen.

texlive install gui

Eine wichtige Option ist bei der Installation von TeX Live zu beachten. Da sich die Pakete in /usr/local installieren, liegen dort ebenfalls alle Binaries. Man muss dem System noch beibringen, auch das TeX Live 2008 zu nutzen. Nun hat man mehrere Möglichkeiten.

1. Variante

Man passt nach der Installation die $PATH Variable des Systems an, so dass das System weiß, wo es nach den Programmen für TeX Live zu schauen hat. Das ist aber problematisch sofern manzum Beispiel Kile als Tex-Editor nutzt. Es gibt keine Möglichkeit Kile zu sagen, wo er die besagten Programme her nehmen soll. Es nutzt auch nicht die Pfadangaben in einer bestimmten Reihenfolge zu beschreiben. Da Kile an Tex Live aus den Paketquellen von Ubuntu gebunden ist, hat man zwangsläufig eine TeX Live 2007 Variante installiert.

Will man jedoch nur über die Konsole LaTeX Dokumente übersetzen, ist diese Variante durchaus praktikabel, da man bis auf die Pfadangabe nicht ins System eingreift und Fremdprogramme drauf hat.

2. Variante

Man setzt vor der Installation die Option “Symbolische Links in Systemverzeichnissen” (siehe Screenshot) auf Ja. Dann werden alle Binaries in /usr/bin/ Verzeichnis verlinkt. Dies ist sicherlich die einfachste und sinnvollste Variante. So überschreibt man direkt alle Links von der alten TeX Live 2007 Version.

3. Variante

Diese Variante nutze ich, da ich Tex Live 2008 auf mehreren PCs installiert habe. Da ich nicht die Lust hatte mehrmals eine Installation von über einem GB aus dem Netz laden zu lassen, habe ich TeX Live ohne die Links in die Systemverzeichnisse installiert. Mit dem Befehl

sudo ln -s /usr/local/texlive/2008/bin/i386-linux/* /usr/bin/ -f

erzeugt man in /usr/bin/ Verzeichnis zu allen Dateien der LaTeX Distribution symbolische Links. Allerdings geht dies nur auf die brachiale Art und Weise mit der Option “-f”, da bereits Programme im Ordner von TeX Live 2007 existieren und diese überschrieben werden müssen. Das ist sicher nicht die schönste Variante, geht aber schnell, wenn mehrere PCs TeX Live 2007 bekommen sollen und diese auch von Kile und anderen Editoren genutzt werden sollen. Es ist sichermit Vorsicht zu genießen und sollte nicht unbedingt von Laien ausgeführt werden, da bei einer falschen Eingabe große Schäden am System etstehen können! Darauf sei ausdrücklich hingewiesen!

Nun gilt es zu überprüfen, ob auch alles glatt gelaufen ist. Dazu tippt man in der Konsole

jazz@jazz:~$ latex -v

Herauskommen sollte dabei

pdfTeX 3.1415926-1.40.9-2.2 (Web2C 7.5.7)
kpathsea version 3.5.7
Copyright 2008 Peter Breitenlohner (eTeX)/Han The Thanh (pdfTeX).
Kpathsea is copyright 2008 Karl Berry and Olaf Weber.
There is NO warranty.  Redistribution of this software is
covered by the terms of both the pdfTeX copyright and
the Lesser GNU General Public License.
...

In Kile überprüft man das ganze mit einem kleinen Latex-Programm in dem man die Version des Koma-Skripts überprüft.

Skript:

\documentclass{scrartcl}
\begin{document}
TeX Live 2008
\end{document}

Nun schaut man sich nach dem Kompilieren in Kile die .log-Datei an. Findet man dort die folgende Zeile ist die Installation geglückt, denn TeX Live 2007 nutzt Koma-Skript 2.95b und TeX Live 2008 nutzt die Version 3.02b. Herzlichen Glückwunsch ihr habt ein neues und aktuelles TeX Live!

Document Class: scrartcl 2009/01/24 v3.02b
KOMA-Script document class (article)

Kommentarfunktion unter Joomla hinzufügen

Samstag, 14.02.2009 um 08:23 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

zu einem Blog gehört natürlich auch eine gute Kommentarfunktion, die sowohl anpassbar als auch einfach zu bedienen ist. Für Joomla gibt es schon einige vorgefertigte Blogsysteme und auch Kommantarmöglichkeiten, allerdings sind die meisten davon nicht kostenlos oder immernoch nicht für die Joomla v1.5 verfügbar. Das bedeutete, dass ich mir selber ein Blogsystem zusammenbauen musste.

Ein Kommentar-Plugin fand ich nach ein wenig Recherche. Der Name ist yvComment. Auf der verlinkten Webseite sind alle wichtigen Einstellungsmöglichkeiten vorhanden, auch Smilies und BBCode lassen sich per Zusatz-Plugin nachrüsten. Die Installationsanleitung auf der Seite ist sehr ausführlich beschrieben.

Wenn man sich strickt an die Anleitung hält hat man auch keinerlei Probleme beim Einrichten der Kommentare. Allerdings muss man, wenn man das ganze noch optisch etwas anpassen will, die CSS-Dateien von yvComment bearbeiten, oder ein eigenes Layout definieren. Wie das geht, steht ebenfalls in der Anleitung. Ich hoffe ihr könnt Englisch, da die Seite nicht in Deutsch verfügbar ist – maximal noch in Polnisch oder Russisch ;-)

Ich hoffe das bringt euch euerm eigenen Blogsystem wieder ein Schritt näher.

Raumschiff mit Chromüberzug und schönem Hintergrund

Donnerstag, 05.02.2009 um 09:27 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

in einem vorherigen Artikel hatte ich bereits beschrieben, wie man ein Raumschiff in Blender in knapp 5 Minuten basteln kann. Dieses ist jedoch nach dem Rendern noch nicht wirklich schön anzusehen. Es fehlen noch Texturen und ein passender Hintergrund.

Allerdings stecke ich auch gerade in den Kinderschuhen was Blender anbelangt, deswegen habe ich mich für eine einfache aber dennoch sehr schicke Chromtextur und einen einfachen Hintergrund entschieden. In diesem Tutorial zeige ich euch nun, wie man einfach eine Chromtextur erzeugt und wie schnell man zu anderen Ergebnissen kommt, wenn man etwas mit den Parameter, Licht und Kameraeinstellungen spielt.

Dazu suchen wir uns als erstes einen schönen Hintergrund aus, ich werde einen aus meinem X3 Spiel nutzen – schließlich hat man dort wunderbare Panoramen, die man auch als Hintergrund nutzen kann. Die Bilder kann man sich wieder durch “Grafik anzeigen” im Browser vergrößernlassen.

Hintergrund Bild

Hat man sich für einen Hintergrund entschieden kann es los gehen. Wir nehmen wieder das Schiff vom letzten Mal. Auf dem Bild ist zu sehen, dass das gerenderte Bild doch sehr trist und wenig interessant aussieht. Zudem kann man die per default gesetzte Kamera (auf Schiff gerichtete Pyramide) und Lampe (Kreis mit Punkt) erkennen. Diese Einstellungen und Blickrichtungen gilt es auch einzustellen.

Chrom Überzug

Als Erstes wird im Object Mode das Schiff markiert. Danach wählt man die Option Shading (F5-Taste) und dort die Material Buttons aus. Ist für das Schiff noch kein Material vorhanden, sieht das ganze so aus. Demnach muss mit einem Klick auf “Add New” ein neues Material hinzugefügt werden.

Chrom Überzug

Ist dies geschehen stellt man alle Parameter genauso ein, wie sie auf dem unteren Bild zu sehen sind. Dazu sollte man sich dieses vergrößern, ist schließlich so kaum zu erkennen.

Chrom Überzug

Als nächstes wechselt man zu den Testur Buttons. Hier gilt genau das Gleiche – alle Einstellungen sind so zu tätigen wie Bild vorgegeben. Natürlich wählt man aber sein eigenes Hintergrundbild aus.

Chrom Überzug

Nun wechselt man wiederum zu den World Buttons. Auch hier gilt wieder das Selbe. Bild vergrößern und alle Einstellungen übernehmen.

Chrom Überzug

Drückt man abschließend auf F12 wird das Raumschiff gerendert. Man sieht nun sowohl das Hintegrundbild als auch schon die erste glänzenden Reflexionen. Alledings ist jetzt noch die Kameraeinstellung nicht zufriedenstellend und die Beleuchtung ist zu gering, so dass unser Raumschiff kaum Licht reflektieren kann.

Chrom Überzug

Mit der Taste 0 auf dem NUM-Block versetzt man den Blick in die Kamera. Mit der rechten Maustaste kann man diese selektieren und mit G und X, Y, Z in alle Richtungen verschieben.Mit R kann man die Kamera drehen. Dabei sollte man den Pivot Punkt auf “Median Point”stellen. Ist man zufrieden, verlässt man die Kamera Perspektive wieder.

Chrom Überzug

Das Ergebnis kann man mit F12 wieder überprüfen. Man kann dies nun solange wiederholen bis man mit der Sicht so zufrieden ist.

Chrom Überzug

Nun gilt es die Beleuchtungseinstellungen durchzuführen. Die Beleuchtung stellt man am Besten ähnlich meinen Einstellungen im Bild ein. Man kann dann natürlich mit der Beleuchtungsstärke (Energy) als auch mit der Farbe spielen.

Chrom Überzug

Rendert man nun das Bild sieht das Schiff schon sehr schick aus. Will man noch andere Chromeffekte erreichen, kann man in den Materialeinstellungen des Schiffes in den Tabs der “Mirror Transp” und der Shader herumspielen und ausprobieren. Dabei lassen sich ziemlich coole Effekte erzeugen.

Chrom Überzug

Wenn man will kann man dann auch mit F10 die Render Einstellungen ändern, also die Auflösung hoch schrauben, oder ein anderes Ausgabeformat wählen etc…

Chrom Überzug

Zum Abschluss auch noch ein Schiff, dass ich das erste Mal gebasteltet habe, bevor ich auf die Idee kam ein kleines Tutorial zu schreiben.

Eigenes Schiff

Automatisch Archivieren unter Joomla 1.5

Sonntag, 01.02.2009 um 08:19 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

zu einem richtigen Blog gehört auch die automatische Archivfunktion, nach eigenen definierbaren Parametern. So eine Funktion für Joomla zu finden, war sehr aufwendig, da es so gut wie nichts freies gibt, was halbwegs den Anforderungen entspricht. Meine Anforderungen waren die automatische Archivierung anhand der Anzahl der Artikel auf der Frontseite des Blogs und eine mögliche Archivierung oder Beitragsverschiebung anhand von Zeitvorgaben.

Letztendlich fand ich das Joomla 1.5 Auto-Archiv-Plugin von Mediahof. Allerdings wird dort nur die Zeitliche Archivfunktion unterstützt. Da das Plugin aber sehr strukturiert programmiert wurde, konnte ich leicht eine eigene Funktion integrieren.

Jetzt ist es möglich die maximale Artikelanzahl für die Frontpage in der Konfiguration im Backend von Joomla einzutragen. Wird die Artikelanzahl überschritten wird der letzte Artikel automatisch ins Archiv verschoben. Die Einstellung ist eigentlich Intuitiv und auch mit einem Beispiel als Tooltip beschrieben. Es sollte kein Problem dabei auftreten.

Link zum neuen Auto-Archiv