VNC Verbindung mit UltraVNC SingleClick

Freitag, 24.04.2009 um 18:03 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

nun stand ich vor kurzem mal wieder vor der Aufgabe, vor der sicherlich die meisten von euch schonmal gestanden haben – der Fernwartung eines PCs mit Windows als Betriebssystem mit meinem Ubuntu Linux.

Da man von den Hilfesuchenden meist nicht erwarten kann, dass sie Portforwarding einrichten und nen VNC Server aufsetzen und man nicht stundenlang telefonieren will, bietet sich die SingleClick Variante des UltraVNC Servers an. Diese ist schnell und ohne Probleme eingerichtet, eine Erklärung der Configs findet man auf der UltraVNC Webseite. Um die SingleClick Datei für Windows zu erzeugen, lädt man die *.zip Datei mit den Config Dateien auf dieser Webseite hoch. Nun kann die Datei heruntergeladen werden.

Leider kommt der RealVNC Viewer unter Ubuntu mit der SingleClick Variante des UltraVNC Servers nicht klar und bringt bei erfolgter Verbindung nur folgende Ausgabe ohne ein Fenster mit dem Remote-Desktop zu öffnen.

vnc_konsole

Scheinbar liefert UVNC SC nicht die richtige Protokollversion an den Viewer und erzeugt dadurch Probleme. Durch einen den Heise Artikel (3. Abschnitt) bin ich auf die Enterprise Edition des RealVNC Viewers gestoßen, die mittels Option die Weitergabe des Protokolls ermöglicht. Nach dem Download ermöglicht die Eingabe der folgenden Zeile nun eine wunderbare VNC Verbindung.

./vnc-E4_4_1_r12183-x86_linux_viewer -listen port -Protocol3.3

Ich bin gespannt, ab wann sich RealVNC und UltraVNC wieder ohne Zusätze verstehen können.

Audio-CD mountet nicht richtig, sondern nur “oberflächlich”

Sonntag, 19.04.2009 um 18:09 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich habe ein sehr eigenartiges Problem mit Audio-CDs. Ich habe die neue CD von Nightwish, da sind neben den eigentlichen Audiodaten weitere Daten drauf, so zum Beispiel die codierten Files der Musik (also MP3, Ogg, etc).

Meine Freundin nutzt noch Kubuntu 7.10, dort wird die CD korrekt mit der gesamten Ordnerstruktur angezeigt. Ich nutze Ubuntu 8.10, die Audio CD wird eingebunden, ich sehe diese im Nautilus allerdings ohne jegliche Ordnerstruktur (eben nur die Audio-WAV-Tracks). Allerdings funktioniert das nur unter der Adresse

cdda://scd0/

/media/cdrom0 ist leer, genauso zeigt

mount -l

das Device /dev/sdc0 überhaupt nicht an, ist also im System gar nicht gemountet! Die fstab scheint ebenfalls ok zu sein, zumindest wenn ich diese mit fstabs aus dem Internet vergleiche.

/dev/scd0 /media/cdrom0 udf,iso9660 user,noauto,exec,utf8 0 0

Wenn ich versuche die CD händisch zu mounten, kommt folgende Fehlermeldung:

mount: blockorientiertes Gerät /dev/scd0 ist schreibgeschützt, wird eingehängt im Nur-Lese-Modus
mount: wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/scd0,
missing codepage or helper program, or other error
Manchmal liefert das Syslog wertvolle Informationen – versuchen
Sie dmesg | tail oder so

Die deutsche Übersetzung ist hier übrigens herrlich – “manchmal liefert … oder so” – fehlt nur noch, “kA was mit diesem blöden Device los ist” ;-).

Abspielen kann ich die Musik aber problemlos – wie gesagt, die Audio-CD wird gemountet, zumindest von Gnome, wenn auch nicht vom System *Kopf kratz*

Übrigens, wenn ich die Audio-CD aushänge und dann über das Panel-Applet versuche die CD wieder zu mounten, dann stürzt dieses ab.

Ich habe bis jetzt noch keine zündende Idee, woran dieses seltsame Verhalten liegen kann und was ich noch ausprobieren könnte. Vielleicht hat jemand von euch eine Idee?!

PDFTK und die Umstände eine PDF zu erzeugen

Samstag, 18.04.2009 um 18:12 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich viel LaTeX nutze, habe ich logischerweise auch viel mit PDFs zu tun. Da ich meine Briefe zum Beispiel alle hintereinander weg in ein Tex-Dokument schreibe und dann aber jeweils nur den aktuellen Brief brauche zum Verschicken, muss ich Seiten aus einer PDF herauskopieren und sie in eine andere PDF packen.

Es gibt da verschiedenste Möglichkeiten – vom seitenbezogenen PDF Druck aus Evince oder Okular (PDF Betrachter) heraus, über Öffnen in Gimp und exportieren als PDF oder die Bezahlvariante des Acrobat Readers von Adobe. All diese Varianten sind aber irgendwie zu umständlich und beschreiben eigentlich immer nur einen Umweg.

Nach meinem Geschmack ist daher das Tool PDFTK. Es ist ein extrem mächtiges Werkzeug was die PDF-Bearbeitung anbelangt. Man kann PDFs zusammenfügen, einzelne Seiten auslesen, die Seiten einer PDF einzeln speichern, die Metadaten auslesen und aktualisieren, PDF Sicherheits-Optionen setzen (auch wenn die meisten davon von Evince und Okular ignoriert werden ;-) ), Hintergrundbilder und Wasserzeichen setzen und noch einiges mehr.

Problem hierbei ist bei komplizierteren Vorgängen die unübersichtliche Schreibweise in der Konsole (Siehe Man-Page). Ich hatte überlegt selber mal eine GUI dafür zu entwickeln, da ich nicht immer in der Man-Page schauen wollte, wie der Befehl lautet. Bei der Recherche bin ich auf ein bestehendes Entwicklungsprojekt gestoßen, welches aber schon sehr bedienbar ist. Der Name des Projekts heißt PDFChain. Der ubuntuusers-Beitrag beinhaltet auch die entsprechenden Download-Links. Die Oberfläche ist eigentlich intuitiv bedienbar.

Jetzt aber genug der Vorstellung, viel Spaß beim PDF Bearbeiten ;-)

Leider habe ich aber noch ein Problem mit PDFTK, der mich ein Bisschen annervt. Es gibt nicht die Möglichkeit, dass input- und output-PDF-File das selbe ist.

pdftk hallo.pdf update_info info.txt output hallo.pdf

Das ist gerade sehr unschön, wenn man die Metadaten einer PDF aktualisieren möchte (siehe Code-Beispiel). So muss man quasi eine neue PDF Datei erzeugen mit den neuen Metadaten, die alte löschen und die neue wieder in die alte umbenennen. Irgendwie blöd.

Es gibt dann noch die Option dont_ask, diese überschreibt ohne Nachfrage bestehende Dateien. Leider funktioniert diese Option trotzdem nur, wenn man für input und output einen anderen Namen vergibt. Das ließe sich meiner Meinung nach nur durch ein Skript oder durch die Integration in das oben genannte Programm verhindern (zumindest für update_info, wo es ja auch irgendwie sinnvoll ist) oder hat jemand noch eine andere Idee.

RSS Feed Verwaltung für Joomla

Mittwoch, 01.04.2009 um 08:29 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

im Zuge der Zusammenstellung eines vollständigen Blogsystems fehle mir noch ein RSS Feed Verwaltungstool. Es ist zwar möglich Menüeinträge direkt aus Joomla heraus ein Feed zuzuweisen. Das ist aber nicht sonderlich gut konfigurierbar und dient auch nicht gerade der Übersicht, wenn irgendwo plötzlich ein RSS Feed herkommt.

Nach längerem Suchen bin ich auf eine ziemlich neue Joomla Erweiterung gestoßen, die sich etwas unpassend Breast Cancer Awareness RSS Syndicator for Joomla 1.5.x nennt. Allerdings wollen die Macher damit auf die Problematik Brustkrebs hinweisen und mit Joomla die Community vergrößern.

Trotz des ernsten Themas ist dies ein sehr nützliches Plugin. Nach der normalerweise erfolgreichen Installation findet man die Einstellungen im Adminbereich unter Komponenten → BCA RSS Syndicator.

bca_rss_syndicator

Die Einstellungen für jeden RSS-Feed sind verständlich und brauchen normalerweise nicht näher erläutert werden. Leider scheint es dafür keine deutsche Übersetzung zu geben, aber man braucht da ja nicht große Englischkenntnisse.

Eine angenehme Überraschung ist, dass die Feeds automatisch über das Joomla System eingebunden werden, darum braucht man sich also nicht kümmern. Desweiteren gibt es noch einen Button Maker der es einem ermöglicht kleine RSS-Download-Buttons herzustellen (siehe Screenshot), diese kann man im Zusammenhang mit dem RSS-Syndicator Modul nutzen, wo einzelne RSS-Feeds auf der Webseite angezeigt werden können, ohne dass man irgendwo eine Zeile HTML schreiben müsste.