DVD kopieren – einfach gemacht!

Sonntag, 28.06.2009 um 12:50 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

neulich war ich auf der Suche möglichst einfach DVDs unter Linux/Gnome zu kopieren. Die Bedingung war, dass ich Original Ton und deutsche Übersetzung in einer Datei habe. Mit rippen wäre es demnach schwierig möglich gewesen, da man meines Wissens nur eine Tonspur integrieren kann. Außerdem weiß keiner wie zukunftsträchtig denn Formate wie *.mpg oder *.avi etc sein werden. Zumal ich eine Variante gesucht habe, alle meine DVDs möglichst verlustfrei zu sichern – schließlich halten selbst gepresste Scheiben keine 10 Jahre mehr, danach sind sie kaum noch zu gebrauchen.

Nach ein wenig Recherche bin ich auf ein englisches How-To gestoßen. Da es sicher welche gibt, die nicht oder nur bedingt Englisch können, werde ich das Tutorial mal in Deutsch zusammenfassen.

Gnome kann mit Hilfe von dem Brennprogramm Brasero von den meisten DVDs Sicherheitskopien im ISO Format anfertigen (mir ist auch schon eine DVD untergekommen, die Probleme gemacht hat). Eine ISO Datei ist das universelle Format zum Kopieren von DVDs oder CDs und eine exakte Kopie der Scheibe. Das ISO kann dabei später jederzeit von jedem Brennprogramm wieder auf DVD/CD gebrannt werden. Also der ideale Weg schnell, unkompliziert, verlustfrei und mit Sicherheit in ein paar Jahren auch noch verwertbar eine DVD zu sichern.

Getestet ist der Weg unter Ubuntu 8.10 und 9.04.

1. Als erstes lege man die zu kopierende DVD ein.

2. Dann öffne man den Dateibrowser Nautilus

3. Man klicke nun in der Symbolleiste auf “Computer” oder gebe in der Adressleiste “computer:///” ein

4. Nun gelangt man zu der Übersicht aller Laufwerke des Rechners.

5. Man klicke mit der rechten Maustaste auf das DVD Symbol, das Kontext Menü öffnet sich nun

6. Dort gibt es den Eintrag “CD/DVD kopieren …” (Achtung: CD/DVD muss eingebunden sein)

DVD kopieren

7. Nun öffnet sich ein Fenster indem man das Quellmedium auswählt (normalerweise schon Vorausgewählt) und das Zielmedium auswählt. Es gibt die Möglichkeit das direkt wieder auf eine CD/DVD zu brennen, oder eben in ein ISO. Mit dem Klick auf die Schaltfläche Eigenschaften, kann man den Pfad und den Dateinamen des ISOs angeben

DVD kopieren ISO Auswahl

8. Mit Klick auf Kopieren startet man den Kopiervorgang. Jetzt ist warten angesagt. Eine DVD dauert ca. 20-30 Minuten bei einem normalen DVD Laufwerk.

DVD kopieren, Kopiervorgang

9. Ist das Kopieren abgeschlossen, ist man stolzer Besitzer einer virtuellen DVD ;-)

10. Testen kann man das ISO direkt mit dem VLC Player. Wer diesen noch nicht installiert hat, der sollte dies tun, denn der VLC ist einer der besten Medienplayer überhaupt. Alles was irgendwie abzuspielen geht, bekommt der VLC auch abgespielt – da wo andere Player schon längst versagen. Unter Ubuntu kann man diesen mit dem Befehl im Terminal installieren:

sudo apt-get install vlc

Ist der VLC installiert, öffnet man diesen und wählt einfach die ISO Datei aus – schon wird die DVD abgespielt.

11. Will man die Daten im ISO extrahieren, geht das mit Rechts klick auf die Datei und mit dem Eintrag “Hier entpacken”. So kann man im Nachhinein die DVD auch rippen, sollte man dies wollen (DVD::RIP für die VOB Dateien im ISO, oder mit Handbrake direkt von der ISO Datei)

12. Mit dem folgenden Befehl lässt sich das ISO auch direkt wie eine DVD ins System einbinden (aber nur mit sudo Rechten).

sudo mount -o loop /pfad/zur/datei.iso /media/cdrom0

13. Wer nun seine ganze DVD Sammlung archivieren will sollte sich eine neue Festplatte kaufen gehen ;-) Ein ISO ist normalerweise um die 7,5 GB groß, da es 1:1 die DVD abbildet.

Natürlich muss man hier noch erwähnen, dass man sich in einer gesetzlichen Grauzone befindet. Normalerweise darf man kopiergeschützte DVDs nicht kopieren, auch nicht zu privaten Zwecken. Allerdings könnten wir nichtmal kopiergeschützte DVDs anschauen, schließlich ist die Verwendung von libdvdcss2 auch nicht so ganz in Ordnung. Aber ich möchte meine legal gekauften DVDs eben auch noch in mehreren Jahren anschauen, wenn diese DVDs schon längst ihren Geist aufgegeben haben.

Ubuntu Privacy Remix

Freitag, 26.06.2009 um 09:05 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

heute bin ich durch einen Artikel bei Golem.de auf ein neues Ubuntu Derivat namens Ubuntu Privacy Remix (UPR) gestoßen. Dieses setzt auf Ubuntu 9.04 auf und hat wegen den Sicherheitsfeatures den passenden Namen “Jailed Jackalope” bekommen.

Das ganze wurde auf dem Linux Tag in Berlin vorgestellt.

Aber was soll nun dieser neue Remix schon wieder für tolle Vorzüge haben?

UPR bietet dem Nutzer eine Live CD, die dazu genutzt werden soll, sensible Daten zu bearbeiten und dann sicher verschlüsselt wieder abzuspeichern.

Die Bearbeitung, Ver- und Entschlüsselung von Daten mit hoher Vertraulichkeit sollte deshalb in einem System erfolgen, das

1. niemals Kontakt zu nicht vertrauenswürdigen Netzwerken, wie z.B. dem Internet, hat

2. keine Daten unverschlüsselt auf Festplatten speichern kann, auch nicht unbemerkt oder versehentlich

3. Spionagesoftware keine Möglichkeit bietet, sich dauerhaft im System einzunisten

Dazu wird weder das bestehende System angerührt, noch lässt sich eine Internet Verbindung aufbauen. Festplatten werden ignoriert. Nur erweiterte TrueCrypt Volumes lassen sich verwenden und somit Daten dauerhaft abspeichern.

Den Ansatz finde ich sehr interessant und werde mir die Live CD mal bei Gelegenheit zu Gemüte führen.

Ubuntu One – noch eine Einladung

Mittwoch, 24.06.2009 um 14:50 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich reihe mich nun auch mit in die Einladungen zu dem Online Storage Dienst Ubuntu One ein. Es lässt sich nur bestätigen, was meine Vorredner hier auch schon festgestellt haben.

Der Dienst ist noch im ersten Beta Stadium und bietet demnach noch keinerlei Komfortfunktionen (bis auf die Installation, die ist sehr einfach). Es fehlen eine Dateihistorie sowie die Wiederherstellung von gelöschten Dateien, so wie man es von Dropbox gewohnt ist. Im Clienten kann man bisher auch noch keine Einstellungen tätigen und man ist gezwungen die Dateien unter ~/Ubuntu One/My Files/ abzuspeichern.

Die bisherige Werbung hat sich demnach auch noch nicht bewahrheitet, in der es heißt, dass sich Ubuntu One nahtlos in das System integriert und somit besser als Dropbox zu verwenden wäre. Teuer wird das außerdem auch noch, wenn man etwas mehr Speicher haben will, ich hoffe hier bessert Canonical noch nach.

Bis jetzt ist Ubuntu One also nicht viel mehr als eine Plattform zur Dateisynchronisation.

Aber abwarten und Tee trinken. Ich denke bis zum Karmic Koala im Oktober diesen Jahres wird sich wohl schon einiges getan haben, schließlich soll der Dienst ja mit 9.10 ausgeliefert werden.

Zwei Dinge, die mich an Evolution störten

Dienstag, 23.06.2009 um 13:44 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich nutze Evolution sehr gerne, da es eine Software ist, die Email, Kalender und Kontaktverwaltung vereint und sich zudem noch sehr gut in Gnome integriert. Man hat sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, die Kontaktverwaltung ist die umfangreichste, die ich kenne und der Kalender kann nun mittlerweile mit vielen Internetkalendern zuverlässig umgehen.

Leider gab es mehrere Dinge, die mich immer wieder gestört haben – auch wenn dies ingesamt gesehen, eher nebensächliche Funktionen sind. Zum Einen hat es mich genervt, dass Spam Mails automatisch als gelesen markiert werden und man so nicht mitbekommt, ob man neue Spam Mails bekommen hat. Zum Anderen wird man über eingehende Nachrichten nur informiert, wenn diese sich im Posteingang befinden. Filtert man die Nachrichten direkt in andere Ordner, bekommt man so keine optiche Rückmeldung durch das Applet.

Um die Nachrichten im Spam Ordner nicht als gelesen zu markieren, muss man einen Nachrichtenfilter einrichten, der dies verhindert. Man gehe im Menü unter Bearbeiten zu Nachrichtenfilter. Dort legt man einen  neuen Filter an, den man nach ganz oben verschiebt.

Evolution ungelesener Spam

Im Bild sind zwei Bedingungen zu sehen. Das eigenartige dabei ist, dass die untere Bedingung nicht funktioniert! Der Unerwünscht-Test macht letztlich gar nichts und kann auch einfach weggelassen werden (hier nur zur Erwähnung mit in die Bedingung eingefügt). Um die Mail also erfolgreich auf unerwünscht zu Testen muss “Status ist unerwünscht” ausgewählt werden. Dann muss man, wie im Bild zu sehen, die Auswahl auf “Status nicht setzen gelesen” stellen.

Jetzt sollten die neuen Spam Mails ebenfalls fettgedruckt dargestellt werden! Will man nun nach Sichtung der Spam Mails diese als gelesen markieren, hilft ein Plugin dies zu erledigen (so muss man nicht alle einzeln als gelesen markieren). Das Plugin ist normalerweise schon bei der ersten Benutzung aktiviert, wenn nicht, kann man das Plugin unter Menü Bearbeiten, Plugins und “Alles als gelesen markieren” finden. Jetzt kann man mit Rechtsklick auf den jeweiligen Ordner alle Mails als gelesen markieren.

Spam Mails als gelesen markieren

Das zweite Problem geht einfach mit dem neuen Indicator-Applet zu lösen. Normalerweise sollte dieses für Evolution schon vorinstalliert sein. Jetzt findet man im Menü Bearbeiten, Einstellungen unter EMail Einstellungen den Punkt “Falls neue Mail ankommt im

EMail Einstellungen

Im Dropdown Feld ist voreingestellt “Eingang”. Um bei allen Mails in allen Ordnern benachrichtigt zu werden, kann man die Option “Beliebigem Ordner” aktivieren. Die anderen Einstellungen darunter beziehen sich auf die Art und Weise der Benachrichtigung. Ist diese ganze Option mit “Falls neue Mail ankommt im” nicht in den Einstellungen vorhanden, fehlt das Indicator Applet und muss nachinstalliert werden.

Alles Speichern, Evolution neu starten und nun sollte man trotz verschiedener Nachrichtenfilter die Mails in beliebige Ordner verschieben, immer eine Nachricht bekommen, wenn eine neue Mail angekommen ist.

Neue Mail - Nachricht vom Indicator Applet

Ich hatte ganz zu Anfang das Indicator Applet gelöscht, weil ich es irgendwie komisch fand in der Benutzung, jetzt erweist es sich als sehr praktisch. Allerdings hat es ein Weilchen gebraucht, bis ich das Applet gefunden habe. Im Deutschen heißt es nämlich Benachrichtigungsanzeige.

Jetzt bin ich überauß zufrieden, dass ich die zwei kleinen Störfaktoren endlich beseitigen konnte.

Displays mit DisplayLink Technik unter Linux

Sonntag, 21.06.2009 um 14:13 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

es gibt wieder erfreuliche Nachrichten in Bezug auf bessere Hardware Unterstützung für Linux. Am 15. Mai 2009 wurde von der Firma DisplayLink Corp. eine LGPL Bibliothek veröffentlicht, die nun die Entwicklung von Treibern und Programmen für den X Server ermöglicht, um Bildschirme mit DisplayLink Chips ansteuern zu können.

DisplayLink entwickelt Chips, die es ermöglichen Standard LCD Bildschirme direkt per USB an einen PC anzuschließen und anzusteuern. Bisher gab es nur Treiber für MS Windows und das Mac OS. Diese Technik ist zum Beispiel sinnvoll für Zusatzdisplays, da keine weitere Grafikkarte benötigt wird. So lassen sich nun zum Beispiel alle Geräte mit einem USB 2.0 Anschluss und einem Linux als Betriebssystem mit einem Display ausstatten (Router, Server, etc).

Näheres zu der Veröffentlichung der Software Bibliothek findet man im Artikel auf der DisplayLink Seite.

Die Community hat sich bereits an die Programmierung eines Treibers gesetzt und es gibt auch schon erste Ergebnisse. So liefert bereits das bekannte NAS System NSLU Bilder auf ein angeschlossenes Display. Die Verwaltung des Projekts hat die Seite freedesktop.org übernommen. Regelmäßige Nachrichten kann man per Mailinglist oder Twitter abrufen. Auf der Webseite findet man ebenfalls eine Installationsanleitung und ein HowTo. Allerdings sollte an dieser Stelle gewarnt werden, dass alles noch auf einem sehr frühen Entwicklungsstand ist.

Allerdings überlege ich mir trotzdem ein kleines Zusatzdisplay zu holen und zu testen. Ich habe für die weitere Technisierung meines zu Hauses vor, in jedem Zimmer ein kleines Mini-ITX Atom Board mit Musik Boxen aufzustellen und diese per Streaming von einem NAS mit Musik zu versorgen. Um jetzt nicht an jedes Board einen eigenen VGA Monitor mit Touchscreen andocken zu müssen (oder ständig VGA und USB Stecker abzuziehen und wieder an einem anderen PC anzustöpseln), habe ich mir überlegt ein DisplayLink Monitor zu nutzen und diesen wenn benötigt einfach an den USB zu stöpseln und den jeweiligen PC zu steuern. So kann man den Monitor auch ohne ständiges Anstöpseln und Abziehen mehrerer Kabel (sondern nur eines Kabels) hin und her tragen.

Es gibt nämlich seit kurzem in Deutschland ein geniales Display zu kaufen. Dieses ist 7” groß und integriert DisplayLink Technik, Touchscreen, Webcam und Mikrofon. Und das alles – bis auf das Mikrofon – über einen USB Anschluss (zumindest so wie ich es verstanden habe). Das Display gibt es bei beim Anbieter CARTFT zu kaufen (wenn jemanden noch ein anderer Anbieter bekannt ist, dann bitte in die Kommentare einfügen).

DisplayLink MonitorDisplayLink Monitor

Allerdings ist das Display mit 160 EUR nicht gerade billig. Deswegen hadere ich auch gerade mit mir, da ja auch der Treiber noch nicht wirklich benutzbar ist. Zudem muss man als Mac/Linux Anwender den Touchscreen Treiber extra kaufen (warum auch immer). Außerdem bin ich in der Hinsicht eher der Endanwender als der Bastelfreak. Naja mal schauen, wie ich mich entscheide.

Kleines Shell Skript zum Umwandeln von SVGs in PDF Bilder

Samstag, 20.06.2009 um 14:10 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich ja, wie in anderen Einträgen schon erwähnt des Öfteren in LaTeX Dokumente verfasse, ist es auch manchmal nötig Grafiken einzubinden. Da ich normalerweise Grafiken mit Inkscape im Vektorformat SVG erstelle, ist es nötig diese Dateien zu konvertieren. LaTeX kann leider SVGs nicht direkt einbinden. Bei meinen Recherchen im Internet habe ich auch nicht wirklich Bestrebungen gefunden, dieses Leck zu stopfen – also wer von euch in LaTeX voll den Durchblick hat, kann ja mal die Unterstützung dafür Programmieren ;-)

Damit die Eigenschaften eines Vektorformats – also die gute Skalierbarkeit der Grafiken – erhalten bleiben, wandle ich die Dateien immer in eps oder pdf um. Allerdings wird es sehr anstrengend, wenn man eine Kleinigkeit im Bild geändert oder sehr viele Bilder hat, diese immer wieder von Hand umzuwandeln. Deshalb habe ich mir ein kleines Shell Skript geschrieben, dass immer im Ordner meiner SVG Bilder liegt und dort aufgerufen werden kann.

Benutzung:

Man gehe in einer Konsole in den Ordner mit den Bildern und dem Skript. Das Skript muss die Rechte zum Ausführen haben. Ist dies noch nicht der Fall, dann den folgenden Befehl ausführen:

jazz@jazz:~$ chmod +x SVG2PDF

Jetzt hat man die Möglichkeit das Skript ohne Parameter aufzurufen. Dann werden alle im Ordner befindlichen SVGs in eine PDF konvertiert. Dabei richtet sich die Größe der PDF nach der Seiteneinstellung der SVG.

jazz@jazz:~$ ./SVG2PDF

Die zweite Variante ist der Aufruf mit Parametern. Als Parameter kann man eine beliebig lange Liste von SVG Dateien angeben. Dies ist sinnvoll, wenn man nicht alle SVGs in PDF umwandeln will, wenn man zum Beispiel nur ein oder zwei der im Ordner befindlichen SVGs verändert/hinzugefügt hat.

jazz@jazz:~$ ./SVG2PDF eine.svg eineandere.svg

So jetzt hier das Skript zum Runterladen (Rechtsklick → Ziel Speichern unter):

Skript SVG2PDF

Und hier nochmal ausgeschrieben:

#!/bin/bash
if [ $# -lt 1 ]
then
    for f in *.svg; do 
        e=$(basename $f svg)eps;
        echo "Converting $f to a pdf image!"
        inkscape --export-embed-fonts  --export-text-to-path -f $f -E $e; 
        epstopdf $e
        rm $e
    done
else
    for f in $*; do
        if [ -f $f -a ${f#*.} = "svg" ]
        then
            e=$(basename $f svg)eps;
            echo "Converting $f to a pdf image!"
            inkscape --export-embed-fonts  --export-text-to-path -f $f -E $e; 
            epstopdf $e
            rm $e
        else
            echo "File $f is not a SVG!"
        fi
    done
fi

EDIT: Für das Skript muss epstopdf (unter Ubuntu in texlive-extra-utils) installiert sein. Ist es nicht vorhanden, führt dies ebenfalls zu “command not found”-Fehlern.

Spicebird – eine Anwendung für alles

Mittwoch, 17.06.2009 um 14:51 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich bin vor ein paar Tagen auf ein noch recht neues Projekt namens Spicebird Beta gestoßen. Wie der Name schon sagt ist die Software noch in der Entwicklungsphase und noch nicht in allen Punkten ausgereift, das sollte man bei Nutzung der Software bedenken.

Spicebird ist eine Software, die sowohl Email-Client, Kontaktdatenbank, Kalender, Instant Messaging als auch News Reader, Google Gadget Verwaltung uvm. integriert. Dabei kann der Funktionsumfang stark durch Add-Ons/Plugins erweitert werden. Das Projekt bedient sich dabei verschiedener Software Komponenten aus Thunderbird, Lightning und Telepathy und vereint diese unter einer Softwareoberfläche.

Ruft man die verschiedenen Einstellungsdialoge auf, werden diese einem sehr bekannt vorkommen :)

spicebird

Wer noch mehr Screenshots sehen will, gehe bitte auf die Screenshot Seite von Spicebird. Dort sind noch ein paar schöne Bilder der Hauptkomponenten zu sehen.

Will man die Software nutzen, kann man sich diese herunterladen. Leider gibt es noch keine deutschsprachige 64-Bit Version (also muss man auf die englische ausweichen, falls man 64 Bit hat). Nachdem man den Tarball heruntergeladen hat, kann man diesen entpacken.

Mit dem Befehl

jazz@jazz-laptop:~$ ./spicebird-beta/spicebird

kann man das Programm starten. Nun kann man sich die einzelnen Konten (Email, IM) anlegen und es kann losgehen. Die Software ist recht selbsterklärend, da man das Meiste aus den schon genannten anderen Programmen gewohnt ist. Ein paar Sachen sollte ich jedoch noch erläutern:

Google Gadgets:

Will man Google Gadgets in seinem Home/Start Tab nutzen, kann man unter Applet hinzufügen → Google Applet dieses hinzufügen. Jetzt sollte ein leeres Feld im Start Tab erscheinen. Nun geht man auf die Google Gadget Seite und zieht das Bild des gewünschten Gadgets nach Spicebird in das neu erstellte Applet Feld – die Adresse wird nun automatisch hinzugefügt und das Applet geladen. Das funktioniert allerdings noch nicht immer zuverlässig, ich hatte auch schon einige Gadgets, die nicht funktionierten.

Google Gadgets in Spicebird

Chat Account hinzufügen:

Die Einstellungen für den Chat Account zu finden, hatte bei mir etwas gebraucht, da man es da nicht erwartet. Ein Konto hinzufügen kann man nämlich nur unter dem Tab Kontakte in der Menüleiste unter Chat → New Chat Account. Das Hinzufügen geht zumindest bei Jabber problemlos (die anderen habe ich noch nicht ausprobiert) und man bekommt nach dem Connecten unter Kontakte sein Chat Fenster.

Hinzügen einer Chat Accounts

Startet man jetzt einen Chat wird ein neues Fenster erzeugt, das finde ich eher nicht so schön. Es gibt aber die Möglichkeit einen eigenen Chat Tab neben dem Kontakte Tab zu erzeugen. Dazu drückt man die kleine Schaltfläche rechts im Chatfenster. Dies kann man auch mit mehreren Fenstern tun, die werden dann als Kacheln im neuen Chat Tab angeordnet.

Chat Funktion in Spicebird

Email Funktion:

Hier gibt es zumindest für mich den Entscheidenden Nachteil warum ich diese Software (noch) nicht produktiv einsetzen werde: Es gibt zwar einen Junk Filter, der die Mails als Junk einstuft, doch leider werden diese nicht in einen extra Ordner verschoben. Man findet in den Einstellungen zwar die Möglichkeiten automatisch in einen Ordner verschieben zu lassen, doch ich kann keinen Ordner auswählen, den ich als Junk Ordner nutzen möchte :( Da aber die Möglichkeiten in den Einstellungen schon da sind, hoffe ich das bald eine ordentliche Junk Behandlung möglich sein wird.

Außerdem finde ich die Kontaktverwaltung genau wie in Thunderbird sehr unflexibel und unschön. Man kann jedem Kontakt nur ein paar wenige Attribute zuordnen und sehr wenig selbst definieren. Ich bin in dieser Hinsicht doch sehr Gnome Evolution verwöhnt, dessen Kontakteditor eigentlich keine Wünsche offen lässt (bis auf, dass man vielleicht noch ein paar Attribute selbst definieren kann). Diesen finde ich sogar besser als den von Outlook (obwohl man da auch schon recht viel machen kann).

Kalender:

Auch ein Manko gegenüber Gnome Evolution, das sicherlich erstmal mit dem Programm an sich nichts zu tun hat, aber das ich doch sehr häufig nutze, ist die Möglichkeit Termine im Kalender-Applet von Gnome direkt anzeigen zu lassen. Das kann man zwar realisieren, indem man die Termine von Spicebird und Evolution synchronisiert, aber das ist mir zu umständlich.

Fazit:

Tolle Software, hat aber noch ein paar Macken (ist schließlich eine Beta, da ist das erlaubt), die in den folgenden Versionen hoffentlich ausgebessert werden.

Flash Videos aus dem Internet speichern

Sonntag, 14.06.2009 um 21:20 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich war nun für anderthalb Wochen im Urlaub, komme wieder und siehe da, ich bin nun vom lieben Ikhaya-Team auch für den Planeten auf ubuntuusers.de nominiert worden! Das war eine nette Überraschung nach dem erholsamen Urlaub.

Nun eine kleine Vorstellung meines Blogs. Dieser ist unter http://jazzblog.pete-productions.de/ zu finden. Ich betreibe den Blog seit Anfang des Jahres 2009 und berichte über allmögliche Linux/Ubuntu Themen. Allerdings werden sich auch öfters LaTeX- und Programmier-Spezifische Themen auf meinem Blog finden. Zur Zeit sind schon einige Artikel zu finden, ein Blick ins Archiv lohnt sich ebenfalls. Für Kritik, Anregungen und freudige Huldigung meines Blogs ;-) steht eine Kommentarfunktion auf der Seite bereit.

EDIT: Naja es hat zwei Wochen gedauert, bis das mit meinem Feed richtig funktioniert hat. Nochmal vielen Dank an das Ikhaya-Team, bei der Unterstützung.

Aber nun genug der Vorrede, nun zum eigentlichen Thema des Blogeintrags.

Jedem sind die allseits beliebten Flash Videos im Internet bekannt. Irgendwann will man auch eines der Flash Videos lokal auf dem Rechner speichern, sei es ein Tutorial oder was auch immer. Das geht natürlich mit verschiedenen Programmen oder Plugins für den Browser. Unter Linux geht das allerdings noch viel einfacher und ohne zusätzliche Software:

1. Man spiele das gewünschte Video ab (muss bis zum Ende geladen werden)

2. Man gehe in den Ordner /tmp

3. Dort gibt es eine Datei mit einer zufälligen Zeichenkette als Dateinamen und ohne Dateiendung. Diese Datei ist auch schon das gewünschte Flash Video. Mit Doppelklick kann man sich nun im Totem (oder anderem Mediaplayer) das Video anschauen.

Flash Video speichern

4. Wenn das Flash Video fertig geladen ist, kopiere man sich die Datei in sein Homeverzeichnis und gebe ihr einen sinnvollen Namen mit der Dateiendung *.flv

5. Wird der Browserfenster mit dem Video geschlossen, wird auch die Datei in /tmp gelöscht.

Bemerkung:

Beim Schauen eines Spiegel.de-Videos ist mir gerade aufgefallen, dass diese nicht wie eben beschrieben im /tmp Verzeichnis gecached werden. Eventuell sind dies keine *.flv Videos. Hier kann ich jedoch nur Vermutungen anstellen. Es könnte jedoch auch Möglichkeiten geben, die seitens des Flashplayers eine lokale Zwischenspeicherung verhindern. Das lässt vermuten, dass man für manche Seiten doch Zusatzprogramme benötigt. Für Youtube und Co ist der einfache Weg jedoch ohne Probleme nutzbar.