Huldigt die Admins

Freitag, 31.07.2009 um 15:35 Uhr

…auf das sie noch mehr Schwierigkeiten im Netzwerk anstellen :-)

Schon etwas älter, aber trotzdem Lesenswert ist immer der BofH (Bastard Operator from Hell).

Viel Spaß beim schief lachen :-D

Umgehen von Firmen-Internet-Filter

Mittwoch, 29.07.2009 um 15:54 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

bei mir auf Arbeit sind allerhand Seiten per Webfilter von der IT gesperrt worden. Leider gibt es auch ab und zu sinnvolle Inhalte, die mit gesperrt werden. So gibt es zB auf Youtube einige Videos, die durchaus Arbeitsrelevant sind. Leider ist natürlich Youtube gesperrt.

Webfilter gesperrte Webseite

Laut der IT kann man durch das Gäste WLAN auf Youtube zugreifen. Das geht auch, allerdings kann man sich da nur die Webseite anschauen. Die Videos abspielen geht trotzdem nicht.

Also habe ich nach einem Weg gesucht, den Webfilter zu umgehen. Das würde sicher nicht auf Beifall der IT stoßen, aber was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß.

Da habe ich im Netz ein ganz interessantes Firefox Add-On gefunden. Dieses ist wie ein Proxy im Internet (Proxy Einstellungen direkt im Browser zu verändern, bringt auch nichts), dieser lädt die aufgerufene Seite in seinen Cache und leitet sie an den eigenen Rechner weiter. Es gibt eine ganze Reihe voreingestellter Proxys, die man nutzen kann.

Das wirkte bei mir Wunder. Nun kann ich auch gesperrte Webseiten aufrufen. Das Skript ruft man auf, indem man in der Adressleiste die beim Drüberfahren sichtbare Schaltfläche mit dem “P” drückt (siehe erstes Bild roter Pfeil).

Webfilter entsperrte Webseite

LaTeX Serienbriefe – GUI zur Adressbuch Generierung

Freitag, 24.07.2009 um 16:32 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich mich ja, wie ihr wisst, ausführlich mit LaTeX beschäftige, gibt es heute eine kleine GUI Anwendung, die das Leben mit LaTeX etwas vereinfachen soll.

Aber vorher noch zur Vorgeschichte:

Ich habe vor einiger Zeit ein Projekt begonnen, was das Schreiben von Briefen in LaTeX vereinfachen soll. Das heißt es gibt eine Oberfläche in der man sämtliche Adressdaten und den Briefinhalt eingeben kann. Beim Speichern der Angaben wird mit Hilfe eines Brief Templates das ganze in einen LaTeX Brief umgewandelt.

Das Ganze soll sich allerdings mehr an Firmen richten, denn jemand (Admin) muss sich die Arbeit machen und ein LaTeX Template im Corporate Design der jeweiligen Firma anfertigen. Dieses Template könnte (read only) im Netz liegen und von den Mitarbeitern mit Hilfe meiner Oberfläche genutzt werden. Das würde den Nutzern erlauben, wirklich nur den Brief mit den jeweiligen Daten zu verfassen, das ganze Layout wird automatisch im Hintergrund durch ein Template erzeugt. Es gibt zwar auch Vorlagen, die man in Word erstellen kann, aber da kann man doch schnell das Design verhunzen, wenn man keine Ahnung hat – außerdem sieht sogar ein Latex Brief deutlich besser aus, als ein Word Brief.

Das Projekt wird in Python mit Qt als GUI Framework geschrieben. Momentan habe ich das große Projekt (was ich eben beschrieben habe) allerdings ersteinmal hinten angestellt. Da ich gerade erst Python richtig lerne, versuche ich kleine Teilaufgaben zu programmieren. Die heute vorgestellte Software kann also als Teilprojekt angesehen werden.

Die Oberfläche für die Briefe soll später auch Serienbriefe unterstützen. Da LaTeX aber ein eigenes Adressbuchformat voraussetzt, muss man gängige Adressbücher aus Evolution, Outlook, Thunderbird, etc. erst in dieses Format bringen. Das wäre händisch sehr unschön zu lösen, pflegen lässt sich so ein Adressbuch eher auch schlecht, da es bisher dazu keine sinnvolle Oberfläche gibt.

Adressbuchformat von LaTeX abgespeichert in einem *.adr-Textfile:

\adrentry{Name}{Vorname}{Adresse}{Telefon}{F1}{F2}{Kommentar}{Kürzel}

Durch ein Python Skript von Frederik Elwert bin ich auf die Idee gekommen, eine GUI zum Mapping eines Adressbuches im CSV Format in das LaTeX kompatible Format zu schreiben. Das eigentliche Mapping führt das Skript von Frederik bereits aus, ich habe dieses um eine GUI erweitert. Vollständig konsolenbedienbar bleibt das Skript allerdings trotzdem.

Nun aber genug der Rede:

onGnome

onKDE

onWindows

Wie man sieht, funktioniert das Programm mit Gnome, KDE und Windows. Mac OS kann ich nicht testen. Das Programm sollte mit jeder Standard-Installation von Python und PyQt4 laufen. Bei Kubuntu ist alles standardmäßig vorhanden, bei Ubuntu muss man schauen, ob PyQt4 bereits installiert ist und es notfalls nachinstallieren.

Bedienung:

GUI:

Das Adressbuch muss im CSV Format vorliegen. Jede mir bekannte Adressbuchverwaltung kann in ein CSV Format exportieren, was also kein Problem darstellen dürfte. Das Skript muss ausführbar sein (chmod +x LatexAddressbook.py). Wird das Skript ohne Parameter aufgerufen startet die GUI automatisch (./LatexAddressbook.py). Mit Klick auf die Schaltfläche “…” kann das CSV Adressbuch ausgewählt werden. Ist dies geschehen, sollten in der Liste am rechten Rand des Programms alle verfügbaren Spaltenüberschriften des Adressbuches erscheinen. Diese kann man nun per Drag and Drop in die Textfelder für die jeweiligen Adressbuchfelder des LaTeX Adressbuches ziehen.

Dabei können auch mehrere CSV-Felder in einem LaTeX Feld verbunden werden.

Beispiel: Die Adresse liegt im CSV Adressbuch in den einzelnen Spalten Adresse, PLZ, Ort vor. So kann man das Feld “Address” folgendermaßen gestalten: $Adresse\\$PLZ $Ort. \\ bedeutet in LaTeX einen Zeilenumbruch. Das heißt man hat nun die gesamte Adresse des Empfängers in einem Feld stehen.

In dieser Weise können auch alle anderen Adressbuchfelder ausgefüllt werden. Free 1 und Free 2 sind im LaTeX Adressbuch keiner Funktion zugeordnet und können so frei verwendet werden. Mit Klick auf OK wird man nach dem Speicherort für das LaTeX Adressbuch gefragt. Dieses wird mit der Erweiterung *.adr gespeichert.

Konsole:

Hier ist die Bedienung der vom Original Skript übernommen. Mit dem Befehl

./LatexAddressbook.py -h

wird die Hilfe angezeigt. Hier ist ein Beispielbefehl, wie er zur Umwandlung des Adressbuches genutzt werden kann.

./LatexAddressbook.py -m 'Name=$Nachname' -m 'Vorname=$Vorname' -m 'Adresse=$Strasse\\$PLZ $Ort' -m 'F1=$Geschlecht' -o 'adressen.adr' adressen.csv

So das wars auch schon zur Benutzung. Bei meinen Tests hat eigentlich alles funktioniert soweit. Bitte gebt mir Feedback, ob prinzipiell Interesse besteht eine GUI für Briefe in LaTeX zu benutzen und wenn ja, was alles an Features enthalten sein sollte. Gibt es eventuell Interessenten, die sich vorstellen könnten, sowas auch in der eigenen Firma einzusetzen? Bitte gebt mir Feedback, ob es sich überhaupt lohnt, soetwas zu programmieren.

Probleme:

Probleme gibt es, wenn es Spaltenüberschriften in der CSV Datei mit Sonderzeichen gibt. Die Überschriften werden im Skript als Schlüssel in einem Dictionary verwendet. Ich habe bisher nichts gefunden, was UTF-8 Schlüssel in Dictionaries in Python erlauben würde. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Es fehlt auch noch eine Mehrsprachen-Unterstützung. Die ist allerdings schon vorgesehen. Allerdings würde ich sowas erst implementieren, wenn Interesse an Nutzung bestehen sollte.

Falls weitere Fehler auffallen oder es Verbesserungsvorschläge gibt, dann bitte ab damit in die Kommentare.

Aber nun, fast hätte ich es vergessen, hier der Download des Skripts. Sollte ich das ganze noch weiter entwickeln, würde ich das auch bei Launchpad hosten.

Download: latexAddressbook.zip

MusicBrainz Picard – einfacher Musik Tagger

Samstag, 18.07.2009 um 11:58 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

heute möchte ich euch meinen Lieblingsmusik Tagger vorstellen. Er heißt MusicBrainz Picard und nutzt zum Taggen der Musik den Online Dienst musicbrainz.org.

Aber was ist das besondere an diesem Programm? Es ist sehr simpel. Man lädt seine nicht oder schlecht getaggte Musik in das Programm, klickt auf einen Button und das Programm sucht das Lied in der Datenbank des Onlinedienstes und bietet an, die gefundenen Tags in die Musikdatei zu schreiben. Man kann ebenfalls seine eigenen Musikdateien nach einem festgelegten Schema umbenennen lassen.

Das ganze funktioniert, indem das Programm einen Fingerabdruck des Liedes erstellt. Normalerweise ist jedes Lied einzigartig im Fingerabdruck. Ist das Lied schon in der Datenbank vorhanden, wird der Fingerabdruck gefunden und das Lied damit identifiziert. Bis jetzt waren alle Lieder, die ich taggen wollte bereits in der Datenbank vorhanden. Wenn dies einmal nicht der Fall sein sollte, kann man auch selbst die Einträge zu MusicBraniz hochladen, muss dann aber seine Dateien selber Taggen.

Durch verschieden starke Kompression der Musikdateien, unterschiedliche Versionen eines Albums/Liedes oder auch das Vorkommen eines Liedes in mehreren Alben/Singles führt manchmal dazu, dass Lieder falsch zugeordnet werden. Dann muss man selber etwas Hand anlegen und kann die Musik per Drag and Drop an die richtige Stelle schieben, oder auch Online in der Datenbank nachschauen und den passenden Eintrag auswählen.

Zur Bedienung:

musicbrainz picard

Das Fenster ist Zweigeteilt. Links werden die noch nicht erkannten Original Dateien angezeigt. Rechts die gefundenen und zugeordneten und auch bereits getaggten Lieder. Will man nun ein Album Taggen, wählt man den entsprechenden Ordner aus. Sind bereits Metadaten im Lied vorhanden, kann man die schnellere Methode (Lookup) vornehmen. In dieser Variante werden nur die Tags verglichen und nach diesen Einträge gesucht. Sind noch keine Tags vorhanden, muss man auf Prüfen klicken. Jetzt wird ein Fingerabdruck erzeugt und online verglichen. Diese Variante dauert recht lange. Wurde alles gefunden und hat man sein Album zusammen, kann man mit Speichern die Tags schreiben und gleichzeitig nach Schema umbenennen. Das Schema stellt man unter Einstellungen → File Naming ein.

Bei mir funktioniert das meistens zuverlässig und einfach ohne großen Aufwand.

Installieren kann man das Programm unter Ubuntu mit dem Befehl:

sudo apt-get install picard

Kommentar-Spam – Blogeintrag in eigener Sache

Montag, 13.07.2009 um 16:13 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

heute mal einen Blogeintrag in eigener Sache. Seit ein paar Tagen werde ich mit automatischen Spam-Kommentaren zugemüllt, die ich immer händisch löschen muss. Ich hab mittlerweile zwar ein paar Wörter in der Blacklist bei mir in Wordpress stehen, aber es kommen nach wie vor 5-10 Kommentare pro Tag durch. Und das nervt einfach! *Vor Wut koch* *Tod allen Spammern* – ‘Tschuldigung musste raus.

Leider kann ich Akismet nicht nutzen, da mein Provider den Zugriff auf externe Ressourcen per Skript nicht erlaubt, leider nicht einmal gegen Aufpreis.

Nun die Frage an euch Blogger – wie schützt ihr euch gegen Spam Kommentare? ‘Nen Captcha-System will ich eigentlich nicht einbinden, da ich die Dinger selber sehr ungern nutze. Einige der Plugins auf die ich für Wordpress gestoßen bin, werden leider nicht mehr weiterentwickelt.

Danke schon mal für eure Kommentare!

Firefox Bookmarks synchronisieren mit Dropbox

Freitag, 10.07.2009 um 16:25 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich nun mittlerweile an drei PCs arbeite möchte ich auch an allen die gleichen Lesezeichen in meinem Firefox haben. Schließlich kennt das jeder. Sitzt man vor einem PC hat man garantiert das Lesezeichen was man braucht nicht auf dem PC vor dem man sitzt. Dann geht das große Suchen los. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, wollte ich meine Lesezeichen über das Internet synchronisieren.

Es gibt zig Erweiterungen für den Firefox die das erledigen können. Leider sind die meisten davon mit einem Server verbunden, über den man keinerlei Gewalt hat und wo auch nicht klar ist, wie mit welcher Verschlüsselung oder ähnlichem gespeichert wird. Also kamen diese nicht in Frage.

Dann habe ich einen interessanten Artikel gefunden, der beschreibt, wie man sein ganzes Firefox Profil mit Hilfe von Dropbox synchronisieren kann. Nach einiger Zeit bekam der Autor aber Probleme, durch das quasi ständige Synchroniseren mit Dropbox. Mit der Zeit entstand soviel Datenmüll, dass irgendwann Fehler auftauchten und der Firefox nicht mehr startete – also auch nicht das wahre.

Als nächste Variante hat er nur seine wichtigen Daten (Extension, Bookmarks, Einstellungen, etc) auf Dropbox belassen und von dort symbolische Links in sein lokales Firefox Profil eingerichtet. Diese Variante habe ich auch ausprobiert. Ich habe die places.sqlite (also dort wo Bookmarks und History gespeichert werden) auf Dropbox gelegt und in meine Firefox Installation einen symbolischen Link eingefügt. Das funktioniert und Linux/Mac wunderbar. Allerdings nutze ich auf Arbeit auch Windows. Da kann man zwar eine Verknüpfung anlegen, aber das funktioniert nicht! Also schied diese Variante auch aus. Zudem immer wenn ich eine Webseite besucht habe, oder einen Link aufgerufen habe, Dropbox die places.sqlite aktualisieren musste.

Dann bin ich auf die Firefox Erweiterung syncPlaces gestoßen. Diese erlaubt es seine Bookmarks mit einem eigenen FTP zu synchronisieren. Das funktioniert wunderbar. Allerdings gibt es auch eine Einstellungsvariante in der man die json-Datei (Dateiformat für die Bookmarks) lokal (also auch im Dropbox Ordner) speichern kann. Also habe ich unter den SyncPlaces Einstellungen unter Servereinstellungen/Verbindungen die Option “Datei” ausgewählt. Im Tab Synchronisation habe ich dann den gewünschten Dropbox Pfad eingestellt et voila die Bookmarks werden nun mittels Dropbox auf alle Rechner ausgeliefert, die Dropbox installiert haben (finde ich besser als FTP, da ich von Dropbox das Passwort auswändig weiß ;-) ). Dann kann man noch unter Optionen Automatikfunktionen die Automatiken einstellen, so dass bei einer Änderung der Bookmarks automatisch eine Aktualisierung der json-Datei erfolgt. Manuell kan man das ganze auch starten, indem man unten rechts in der Statusleiste vom Firefox mit rechts-Klick seine Bookmarks ex- bzw importiert.

Funktioniert super, ist einfach und effektiv. Über die Weboberfläche von Dropbox, hat man seine Bookmarks auch schnell an allen anderen PCs der Welt zur Verfügung.

VLC in der Version 1.0.0

Dienstag, 07.07.2009 um 16:29 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

heute gleich nochmal einen zweiten Eintrag. Man glaubt es kaum, doch es ist geschehen.

Der allseits beliebte VLC Mediaplayer ist heute in der Version 1.0.0 erschienen.

Ein paar Neuerungen seien mal hier aufgezählt:

In älteren Versionen war die Verzögerung beim Starten und Stoppen der Wiedergabe ein großes Ärgernis. In der Version 1.0 soll sich die Wiedergabe sofort anhalten lassen.

Zudem können Videos nun auch Bild für Bild angeschaut werden und es gibt eine genauere Geschwindigkeitskontrolle.

Darüber hinaus unterstützt der VLC On-the-fly-Recording für alle und Timeshift für die meisten Medienformate.

Unter Linux und Windows wurde das Skin-System (Skin2) verbessert und globale Hotkeys wurden eingeführt.

VLC unterstützt ja von Haus aus schon fast alle Medienformate, die es gibt. In der Version 1.0 sind nun noch einige dazu gekommen.

Die Liste aller Features auf den einzelnen Betriebssystemen ist auf der videolan.org Seite nachzulesen.

Revelation – ein Passwortsafe

Dienstag, 07.07.2009 um 15:34 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

heute will ich euch ein kleinen Programm vorstellen, welches ich schon ein ganzes Weilchen nutze. Das Programm heißt Revelation und ist ein Passwortsafe für den Gnome Desktop.

Leider gibt es zu dem Projekt keine Doku und die Informationen auf der Projektseite sind auch recht mau. Trotzdem garantiert das Programm einen sicheren Umgang mit den sensiblen Daten, wie Passwörter, Zugangsdaten, Schlüsseldateien, etc. Welche Verschlüsselung nun genau eingesetzt wird, konnte ich nicht herausfinden, allerdings nutzt revelation die pycrypto und cracklib Bibliothek.

Ich nutze dieses Programm trotzdem, da es einen gravierenden Vorteil gegenüber zB KeePassX hat. Dieser ist ein kleines Panel Applet, welches es erlaubt aus einem Dropdown Feld die Zugangsdaten komfortabel zu nutzen und je nachdem welche Einstellungen man getätigt hat, Nutzername und Passwort des Eintrages anzuzeigen, einen Konsolenbefehl mit den Zugangsdaten ausführen, oder Webseiten zu öffnen und die Zugangsdaten in die Zwischenablage zu kopieren. Mit dem Ersten Strg+V bekommt man so den Nutzernamen zurück geliefert, mit dem zweiten Strg+V bekommt man sein Passwort eingefügt – find ich genial.

Revelation Panel Applet

Man hat eine ganze Reihe verschiedener Einstellungsmöglichkeiten, die man sich nach eigenem Wunsch konfigurieren kann. Man kann sogar Daten aus anderen Passwortmanagern importieren und die Daten auch wieder exportieren. Sonst bietet das Programm eigentlich alle Standardfunktionalitäten, die man von anderen Passwortmanagern gewohnt ist.

Installieren kann man das Programm einfach aus den Ubuntu Paketquellen mit dem Befehl:

sudo apt-get install revelation

LaTeX Vorlage für wissenschaftliche Arbeiten und Bücher

Freitag, 03.07.2009 um 16:27 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich gerade meine Diplomarbeit schreibe und diese wie alle anderen Dokumente auch in LaTeX verfasse, will ich diese Vorlage der Öffentlichkeit vor- und zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung stellen. Mit der Vorlage lassen sich sehr unkompiziert umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten verfassen, die zudem noch sehr gut aussehen. Mit wenigen Besonderheiten, die man beim Schreiben gleich beachten sollte, kann man sich vorranging auf den Inhalt konzentrieren und muss sich nicht mit großen Formatierungen und Verzeichnissen etc herumschlagen.

Die Vorlage ist in mehrere Ordner aufgeteilt. Im Dokument Root Verzeichnis findet man das Hauptdokument projekt.tex), die bereits übersetzte PDF und die Kile Projekt Datei. Die Kile Projekt Datei fasst alle Dateien zusammen und hat den Vorteil, dass man später von allen eingefügten Dokumenten aus übersetzen kann und nicht ins Masterdokument zurückkehren muss.

Verzeichnisstruktur:

root: Wie schon erwähnt: Hauptdokument mit allen Einstellungen, fertige PDF und das Kile Projekt

bibliography: Hier befinden sich die Literaturverzeichnisse (*.bib)

chapter: Hier befinden sich alle Kapitel in einzelnen *.tex Dokumenten aufgesplittet

chapter/table: Hier befinden sich alle Tabellen in separaten *.tex Dokumenten

data: Verzeichnis für Quelltexte oä. welche direkt in das Dokument (zB verbatim Umgebung) eingebunden werden

images: Hier befinden sich alle Bilder für das gesamte Projekt, das Skript zum Umwandeln von SVG nach PDF liegt in der Vorlage auch bei

Besonderheiten:

Die größte Besonderheit dieser Vorlage ist, dass alle Bildformate die LaTeX oder PDFLaTeX unterstützt, in einem Dokument verwendet werden können (also ps, eps, jpg, png, pstricks, pdf). Dies erfordert allerdings einen gesonderten Kompilierbefehl. Anstatt mit latex oder pdflatex zu übersetzen, verwendet man

ps4pdf projekt.tex

Bei TeX Live ist das Programm schon dabei, wie es bei MikTex unter Windows aussieht, kann ich leider nicht sagen. Nutzt man keine ps oder eps kann auch der normale pdflatex Befehl verwendet werden.

Die nächste Besonderheit sind die Tabellen. Um ein einheitliches Layout der Tabellen zu erhalten, auch wenn diese mehr als eine Seite lang sind, bin ich auf das Paket ltxtable umgestiegen, welches die Pakete longtable und tabularx vereint. Das heißt die Tabellen können über mehrere Seiten gehen und man kann Tabellenbreite und die Ausdehnung einzelner Spalten mit Hilfe der Spaltenangaben X oder C (wie X nur zentriert) verwenden. Ein Beispiel habe ich im Ordner chapter/table/test_longtable.tex eingefügt. Eingebunden wird diese Tabelle, wie es in introduction.tex zu sehen ist.

Die PDF Metadaten werden mit dem Hyperref Paket in die PDF geschrieben. Die Einstellungen des Hyperref Paketes findet man im Hauptdokument projekt.tex in den Zeilen 118 bis 128 und müssen dort angepasst werden.

Titel, Autor und Thema für die Titelseite und verschiedene andere Stellen (wie zB die Selbständigkeitserklärung) werden im Dokument title.tex angepasst. Dazu sind die Zeilen 25 bis 27 zu editieren. Dies sind benutzerdefinierte Befehle, die mehrfach wiederverwendet werden (können).

Die grundlegenden Einstellungen des Dokuments sind im Hauptdokument projekt.tex zu finden. Alle Optionen sind dort kommentiert und können auch in der Koma Skript Dokumentation nachgelsen werden.

Troubleshooting:

Diese Vorlage wurde mit TeX Live 2008 angefertigt. Das Koma Skript (hier wird die Klasse scrbook verwendet) hat in TeX Live 2008 einen großen Schritt getan, was die Anpassung betrifft. Es gibt hunderter neuer Optionen, die einem ermöglichen ein schönes Dokument zu schreiben.

Daher kann es sein, dass bei der Nutzung von TeX Live 2007, was bis Ubuntu 9.04 standardmäßig in den Quellen vorhanden ist, Probleme beim Übersetzen auftreten. Ist dies der Fall sollten im Hauptdokument projekt.tex die Zeilen 137 bis 138 auskommentiert werden. Alle anderen verwendeten Optionen sollten bereits in TeX Live 2007 vorhanden sein. Wenn das Auskommentieren nicht hilft, bitte ein Kommentar hinterlassen. Sollten Pakete fehlen, müssen diese nachinstalliert werden, andernfalls müssen diese ebenfalls auskommentiert werden, wenn man sie denn nicht braucht.

Hinweis: Das Projekt ist UTF-8 formatiert. Also sollte man sicher stellen, dass der entsprechende LaTeX Editor die Dateien richtig anzeigt.

Für Anregungen und Korrekturen bin ich natürlich wie immer Offen.

Hier nun Download der Vorlage Dateien: LaTeXVorlage ZIP

Und die Beispiel PDF (allerdings mit wenig Inhalt): LaTeX Vorlage PDF