Exotische Linux-Applikationen gesucht: Quod Libet

Dienstag, 01.09.2009 um 11:22 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich beteilige mich nun auch mal an der Reihe mit exotischeren Linux-Apps, heute stelle ich euch einen vielleicht nicht so bekannten Medienspieler vor: Quod Libet.

Quod Libet kommt aus dem lateinischen und heißt “was beliebt”. Genauso ist auch der Player aufgebaut. Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Ansichten, die es erlauben seinen Medienspieler nach den eigenen Wünschen zu konfigurieren. Der Player baut auf GStreamer auf und kann alle Medienformate abspielen, die für GStreamer installiert wurden. Des Weiteren können Audio-Feeds und Internet-Radio Stationen verwaltet und abgespielt werden. Mit Pulse Audio kommt Quod Libet ebenfalls ohne Probleme zurecht.

Mit Plugins kann das Programm sehr gut erweitert werden. So können Albumcover einfach heruntergeladen, Lyrics gespeichert, die Titel mit einem On-Screen-Display angezeigt werden und vieles mehr. Eine einfache Steuerung über das Tray-Icon ist ebenfalls möglich. Des Weiteren wird Replay Gain unterstützt, was bei unterschiedlich lauten Musikstücken sehr vorteilhaft ist. Die Anbindung verschiedener externer Player ist ebenfalls möglich, so kann der IPod auch direkt aus dem Programm heraus bespielt werden. Eine für mich sehr wichtige Funktion ist die Warteschlange, in die man mittels Tastendruck (Taste: q) einen Titel hinzufügen kann.

Die Filterung der Bibliothek ist sehr einfach gehalten und durchsucht alle Tags in einem Musik-File. Eine Suche mit regulären Ausdrücken ist ebenfalls möglich. Die Bibliothek wird bei neuen Musikstücken rasend schnell neu aufgebaut und indiziert. Ein guter Musiktagger ist ebenfalls gleich dabei, dieser ist nicht auf Standardtags beschränkt. Es können also alle möglichen Informationen in eine Musik-Datei abgespeichert werden.

Die Weiterentwicklung des Programms schreitet zwar nur mäßig voran, es wird aber zumindest kontinuierlich gepflegt. Die Webseite des Projekts lässt jedoch zu wünschen übrig, da sie recht unübersichtlich gehalten ist.

quodlibet

Kommentare

  1. DarkseeingEye sagt:

    Danke, durch dein Bildschirm-Foto habe ich nette Musik gefunden ;)

  2. fetter_oml sagt:

    epica rulez :D

    das life album finde ich allerdings nicht so toll, mich stören die leut die ständig reinrufen :/

  3. greebo sagt:

    Naaaa jaaaaa sooooo unbekannt ist er nicht, und die PlugIn Schnittstelle mag toll sein, in der Praxis tut sich da leider Angebotstechnisch eher weniger. Ansonsten aber volle Zustimmung seit Jahren stabil mein Lieblingsplayer, hauptsächlich weil er so schnell und ressourcensparend ist.

  4. Jazz sagt:

    Naja ich kenn niemanden der das Programm nutzt. Das mit den Plugins stimmt allerdings, deswegen kam ich ja auch drauf, dass er nicht sonderlich verbreitet ist (sonst gäbs mehr Interesse an Plugins).

  5. Neb sagt:

    Nutze den Player seit ich Ubuntu habe. Hatte damals alle angetestet, aber keiner hat mir so gut gefallen. Und bin immer noch wirklich sehr zufrieden. Top-Programm!

  6. Adder sagt:

    Geile Sache: Das Ding liest auch die “copmoser”-Tags aus und unterstützt mehrere “artist”-Tags für einen Song. Und das Scannen der Bibliothek ist echt *verdammt* schnell. Scheint, als hätte die Suche nach einem Player, der meine Anforderungen erfüllt endlich ein Ende. Wieder eine KDE-Anwendung weniger auf dem Rechner – Amarok kann einpacken.

    DANKE!

  7. poguehead sagt:

    Schade nur, dass man die Warteschlange nicht größer ziehen kann….sonst ist das Teil toll!