Las Vegas #3
Dienstag, 13.07.2010 um 06:26 UhrNun ist schon Halbzeit hier und ich habe wieder einiges zu berichten. Am Samstag letzte Woche waren wir auf großer Tour zum Grand Canyon. Aufgrund der Schleicherei im Auto hier in Amerika, liegt der Grand Canyon ungefähr 4h von Las Vegas entfernt.
Der schnellste Weg führt über den Hoover Damm. Dort hatte unser bulgarische Kollege gleich die Gelegenheit sich diesen mit anzuschauen. Er hatte am Vorabend – wo wir im australischen Outback Restaurant alle gemütlich beisammen gesessen hatten – gefragt, ob er uns begleiten kann. Beeindruckend ist diese Staumauer schon – über 200m hoch, zudem auch der Lake Mead dahinter entsprechend riesig ist.
Am Grand Canyon angekommen, waren wir überwältigt. Unser Australier würde wohl seinen Lieblingsspruch bringen – It’s awesome! Diese Landschaft kann man nicht anders beschreiben. Man steht an der Kante (die nirgends abgesperrt ist) und schaut teilweise über einen Kilometer in die Tiefe. Der Canyon ist an dieser Stelle auch sehr breit (schätzungsweise 5km). Man sieht nichtmal den Colorado von der obersten Kante, denn dieser liegt nochmals tiefer in einer schmalen Spalte am Fuß des Canyons. Ein Fußmarsch dorthin und wieder zurück dauert wohl mehr als einen Tag.
So ein Kletterverrückter wie ich bin, bin ich auch gleich auf den am weitesten herausragenden Felsen geklettert, den es dort gab. Da braucht man nur die Arme ausbreiten und man glaubt über dem riesigen Canyon zu fliegen – man fühlt sich da richtig frei, unbeschreiblich. Wir sind dann ein Weilchen an der Kante entlanggelaufen, an der übrigens ein wunderbar ausgebauter Weg entlang führt.
Mit dem Shuttleservice sind wir dann ein paar Kilometer weiter nach Westen gefahren und haben uns dort nochmals umgesehen. Von dort sah man einige Menschen den langen Pfad nach unten wandern. Man hat diese von oben nur erkannt, weil sich in weiter Ferne etwas bewegt hat und im Gänsemarsch den Pfad entlanglief.
Wie gesagt – It was awesome! Hier ein paar wenige Eindrücke.
Sonntag waren wir dann mit unserem Multikultitrainingskurs bei der Inpedence Day Feier auf dem Strip. Zuerst waren wir bei toller Heavy Metal/Hard Rock Musik im Hard Rock Cafe Las Vegas essen. Dort waren auch die Bedienungen entsprechend ausgesucht, dass sie in die Szene passen – und geredet haben sie auch so – toll. Da wir noch etwas warten mussten bis ein Tisch frei wurde, konnten wir den großen Multitouch Screen ausprobieren, der vor dem Restaurant hängt. Hier der Kanadier, Australier und Vietnamese beim Ausprobieren.
Auf dem folgenden Foto sieht man was passiert, wenn Männer zu lange von ihren Frauen getrennt sind.
Hach ist die Liebe unter Kollegen nicht toll
Nachdem wir nun gekuschelt und gegessen hatten, haben wir uns ein weiteres Springbrunnenprogramm am Bellagio angeschaut und waren nun auch das erste Mal im Hotel – echt edel, Shops und Restaurants kann/will man sich nicht leisten. 20$ für eine Vorsuppe sind mir dann doch etwas zu heftig.
Kurz nach dem sunset sind wir nach draußen und haben uns die Fußwege mit gefühlten Millionen anderer Touristen geteilt. Für eine halbe Stunde wurde der dunkle Himmel durch ein großes Feuerwerk erhellt. Passend dazu startete auch noch der Springbrunnen vorm Bellagio ein Sonderprogramm. Auch hiervon gibt es ein paar Eindrücke.
Unser Australier hat dann auch gleich ein weiteres Objekt seiner Begierde gefunden. Anmerkung: er ist ungefähr 1.95 groß und kleiner als das Auto
Die Woche über probierten wir weitere Restaurants aus. Die in der näheren Umgebung kennen wir bereits in und auswendig – da wurden wir selbst schon von der Bedienung wieder erkannt. Deswegen haben wir unser Jagdgebiet erweitert und haben im Town Square (teures Shopping und Restaurantgebiet) ein gutes Ziel gefunden. Einen Tag waren wir in einer Pizzaria (man braucht Abwechslung) und einen anderen Tag im Claim Jumper (extravagante Küche). Dort gibt es übrigens auch einen Apple Shop in dem wir mal das iPad getestet haben – mittlerweile gehen wir dahin, weil wir ein tolles Daddelspiel gefunden haben – ist einfach, macht aber süchtig
Den nächsten Test habe ich nun auch wieder erfolgreich hinter mich gebracht und teile mir den ersten Platz mit unserem Kanadier. Mal schauen was die nächsten Wochen auf Arbeit noch so schönes bringen. Ein paar interessante Dinge hab ich schon gesehen, die jetzt im Feld nicht alltäglich sind.

















USA-Trip wurde mit Google Maps an einem Ubuntu-PC geplant.
Vergiss die Outlet-Shoppingmall südlich vom Strip nicht. Und Las Vegas ist eigentlich ehr traurig, wenn man sieht, was die Amis da in der Wüste zu Lasten der Umwelt abziehen.
Über die Politik und Gepflogenheiten von Amerikanern kann man ja durchaus streiten, aber das sieht schon alles ziemlich cool aus auf Deinen Bildern. Ich wünsche noch viel Freude in den USA ^^.
@seaman
Ja das stimmt wohl – der Lake Mead Wasserspiegel ist ungefähr 40m unter dem Normalstand – die Überläufe am Hooverdamm haben glaube ich schon seit Jahren kein Wasser mehr gesehen.
Und dann fährt man nach Las Vegas rein und sieht bis zum Horizont nur Lichter, alles hell und bunt. Den grünen Garten wässern sie natürlich auch bei 42° im Schatten – am Besten in der Mittagszeit. Von den riesigen Schlitten, die die hier fahren, brauchen wir erst gar nicht reden.
Bald, bald bin ich auch da! Aber vergiss das mal schnell, dass ich mit dir an der Felsenkante rumkraksel. Mir wird schon ganz schlecht, wenn ich nur die Stelle mit dem gefühlten fliegen lese. Aber wie ich sehe, wird es auch echt Zeit, das ich zu dir komme, wenn du schon andere Männer knuddelst
Wie heiss ist es denn gerade?
Ich war genau vor einem Jahr in Vegas und bin fast gestorben. Tagsüber lauschige 50°, die aber durch die Betonwüste wie gefühlte 70° sind. Nachts hat es dann auf “erfrischende” 40° runtergekühlt.
Man konnte einfach nichts machen und so hab ich ausser dem Strip nicht viel gesehen.
Gruß
@Andre: im Durchschnitt 40°, kühlt in der Nacht auf 30 ab. War aber auch schon annähernd 50° hier. Geht aber auszuhalten, da das ne trockene Hitze ist.