Las Vegas again #4

Montag, 22.08.2011 um 19:43 Uhr

Die Woche war sehr ereignisreich.

Ich bin in ein neues Hotel gezogen mit einer schicken Suite, ich war Offroading mit einem Jeep, All You Can Eat Sushi essen in einem der 5 besten Sushi Restaurants von Las Vegas. Ich war im Kino, habe mit Kollegen bei kühlem Bier The Hangover geschaut. Und ich habe mir den Antelope Canyon (bei Page), den Glen Canyon Staudamm und den Zion National Park in Utah angeschaut. Dazu kommt noch, dass ich auf einmal von einem wie ein Weihnachtsbaum  blinkenden Auto verfolgt wurde – 90$ für zu schnell fahren muss ich nun berappen (obwohl dort alle so schnell fahren, ich nur nicht abgebremst habe (die Amis vor mir haben das Auto wohl erkannt)).

Das Offroading mit einem Jeep war toll. Wir sind einen offiziellen Jeeptrail von Logandale, NV bis ins Valley of Fire gefolgt. Mehrmals waren nur 3 oder 2 Räder auf dem Boden, die anderen hingen in der Luft. Ich habe den Jeep natürlich auch mal ausprobiert – macht viel Spaß damit über die Felsen zu klettern. Die Kollegen hatten mich gewarnt, dass man hier aufpassen muss, wegen Klapperschlangen und anderem giftigen Getier – gesehen haben wir keine, nur gehört haben wir eine Klapperschlange. Leider mussten wir irgendwann wieder umdrehen, weil der Weg extrem sandig wurde und wir uns mit dem Auto schon halb eingegraben hatten. Wir hatten für so ein sandiges Gelände nicht die richtigen Reifen am Auto. Da waren die Quads, die uns ab und an begegnet sind schon besser ausgerüstet.

Der Antelope Canyon ist natürlich einer der genialsten Felsformationen, die ich bisher gesehen habe. Geformt wird das ganze durch Wasser bei starken Regenfällen, welches dann in den Lake Powell fließt. Das Gebiet teilt sich in den Upper und Lower Canyon, wobei der Lower Canyon der schönere ist – teilweise nur einen halben Meter breit und mit genialsten Formen ausgewaschen durch die Wassermassen. Leider kann man sowas nur in wenig aussagekräftigen Bildern speichern – einfach genial diese Formationen. Bevor ich in meinem Hotel in Page eingecheckt habe, war ich noch am Glen Canyon Staudamm, der fast so hoch ist, wie der Hoover Dam, aber genauso imposant.

Den nächsten Tag ging es dann in Richtung Zion National Park. Eingefahren bin ich vom East Entrance. Vor dem langen Tunnel durch den Berg sehen die Felsformationen ganz anders aus als wenn man dann direkt in der Mitte des Parks ist. Am Anfang sind die Berge sehr glatt, geformt vom Wind (so siehts zumindest aus). Dort oben gibt es dann auch Bergziegen und vieles andere Getier (Klapperschlangen, Schwarze Wittwen, etc). Mit dem Auto ging es dann weiter durch den Tunnel bis hinab zum Virgin River und Visitor Center. Ab dort muss man einen der zahlreichen Shuttlebusse nehmen um in den Zion Canyon einfahren zu können (wurde Anfang der 2000er für normale Autos gesperrt). Die Wanderung, die ich mir rausgesucht habe, zählt zu einer der schwersten im Zion NP. Und zwar sollte es bis auf die Spitze von Angels Landing gehen – der Name kommt daher, dass in der Anfangszeit des Parks die Spitze nicht zugänglich war und nur Engel - so hieß es – konnten dort oben landen. Der erste Teil der Wanderung war extrem anstrengend, in praller Sonne, bei 45°C und Hitze abstrahlende Felsen. Zudem war der Weg noch asphaltiert (mag ich überhaupt nicht) und extrem steil. Ungefähr auf halben Wege traf ich auf ein Mädel, welches sich ebenfalls alleine den Weg hochschleppte. Wir sind ein paarmal aneinander vorbei gelaufen, weil jeder alle paar 100m Pause gemacht hat. Irgendwann hab ich dann auf sie gewartet und wir sind zusammen weiter gestiefelt. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir den Kamm. Von da an wurde der Weg interessant und für mich endlich nicht mehr so anstrengend wie dieser Asphaltweg. 1h kletterten wir nun bis zum Gipfel. Teilweise war der Weg nur einen Meter breit und links und rechts geht es dann senkrecht mehr als 450m in die Tiefe. Oben angekommen hat man einen Ausblick den man als atemberaubend beschreiben kann, einfach nur genial. In Ost und West Richtung hat man die riesigen Canyon Wände, die sogar noch ein Stück oberhalb sind. In Süd und Nordrichtung kann man das gesamte Canyon Tal und den Virgin River überblicken. Eine halbe Stunde haben wir uns da oben gemütlich gemacht, die Aussicht und die kühle Brise genossen (so richtig auf den Felsen konnte man da zwar nicht sitzen, sonst hätte es Spiegelei gegeben) und ich hab mich noch mit 3 Deutschen unterhalten (vor denen ist man aber auch nirgends sicher). Der Weg nach unten war dann genauso spannend, da man jetzt den steilen Weg nach unten genau vor sich hat. Der asphaltierte Weg lag glücklichweise komplett im Schatten, so dass dieser Teil sehr entspannend war. Abgekühlt haben wir uns dann im Fluss (das war wie flüssige Awesomeness ^^). Meine Begleiterin hat sich gleich erstmal komplett mit Sachen ins kühle Nass gesetzt. Mit dem Shuttlebus ging es dann zurück zum Auto. Als Tagesabschluss waren wir dann noch was leckeres Essen und dann bin ich zurück nach Las Vegas gedudelt (mit Sylvis toller Roadtrip Musik).

So hier nun wieder die Bilder.

Kommentare

  1. Marita sagt:

    …”Angels Landing ist dabei nichts für Menschen mit Höhenangst. Eine gewisse Schwindelfreiheit – zumindest für das letzte Stück – sollte schon vorhanden sein.
    Wie auf allen Wanderungen sollte genügend Wasser, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung mitgenommen werden. Ratsam ist außerdem eine leichte Jacke, da man im Schatten und durch den Wind schnell frieren kann, festes Schuhwerk ist absolute Pflicht. Zu Wanderstöcken kann ich nur bedingt raten: sind sie auf den ersten beiden Dritteln der Strecke sehr hilfreich, so stellen sie im letzten Abschnitt – und dort besonders bei den Ketten – ein großes Hindernis dar. Wer schnell feuchte Hände bekommt (sei es durch die Hitze, sei es durch die Höhenangst), sollte sich evtl. noch rutschfeste Fahrradhandschuhe einpacken.” – Du brauchtest nur 3 Liter Wasser!!!
    …”Nach weiteren 15 Minuten erreicht man den wohl körperlich anstrengendsten Teil der Wanderung: Walter Wiggles. In 21 sehr steilen, engen Spitzkehren schlängelt sich der Weg die rechte Wand des Canyons nach oben.”…Bist du auch dort lang? Die Fotos und auch der Text sind einfach nur beeindruckend, man bekommt seinen Mund kaum noch zu!!!