Gimp: Auswahl kreisförmig, eliptisch, rechteckig

Montag, 18.01.2010 um 16:55 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich diesbezüglich immer mal wieder Fragen bekomme, schreibe ich heute mal ein kleines Tutorium zu dem Auswahlwerkzeug in Gimp.

So werde ich beispielsweise immer gefragt, wie man in Gimp einen farbigen Kreis oder eine Ellipse hin bekommt. Das ist in Gimp sehr einfach zu lösen.

Zum Testen öffne man ein neues Bild in Gimp. Dann wählt man das Elliptische Auswahl-Werkzeug aus (Werkzeugkasten oben 2. von links oder Taste “e”). Jetzt öffnet sich unterhalb des Werkzeugkastens das Werkzeugmenü zur elliptischen Auswahl. Dort gibt es die Option “Fest”. Aus dem Dropdown Feld wählt man Seitenverhältnis und gibt in das Textfeld darunter “1:1″ ein (im Bild rot markiert).

werkzeuge

Nun beginnt man mit gedrückter Maustaste in dem Bild die Ellipse aufzuziehen. Die Option “Fest” wählt man, indem die Shift-Taste gedrückt und gehalten wird (nachdem man mit der Maustaste die Ellipse begonnen hat). Nun sollte man sehen, dass aus der bisherigen elliptischen Auswahl ein Kreis wird und im Kästchen vor der Option “Fest” ein Häkchen zu sehen ist. Nun kann man bei gedrückter Shift-Taste den Kreis so ziehen, wie man ihn haben will.

Nun fehlt noch das Zeichnen des eigentlichen Kreises. Unter der Option aus der Menüleiste Auswahl → Rand … öffnet sich ein Dialogfeld, in der man die Dicke des Randes eingeben kann (im Bild 2 Pixel). Drückt man auf OK, besteht die Auswahl plötzlich aus zwei ineinander liegenden Kreisen. Jetzt muss man mit der geeigneten Farbe und dem Ausfüllenwerkzeug (Schift+B) den Rand nur noch farbig ausfüllen. Danach kann die Auswahl entfernt werden und voilà wir haben einen Kreis.

rand

Auf diesem Weg lassen sich logischerweise auch Ellipsen, Rechtecke und Quadrate (Rechteckwerkzeug und wieder die Option “Fest” auf 1:1 Seitenverhältnis) und auch weitere einfache geometrische Figuren herstellen. Legt man diese in eine eigene Ebene, lassen sie sich auch nach der Erstellung verschieben und in der Größe verändern.

Probleme mit upgegradetem Ubuntu

Montag, 21.09.2009 um 12:00 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich bin ein Fan von Compiz-Effekten und auch ein Fan des Shiki-Themes (Anleitung hier). Leider kann ich auf meinem PC nicht beides gleichzeitig haben. Die beiden Bilder zeigen meine Fensterrahmen ohne und mit Desktopeffekten.

ohne Effekte:

Desktoptheme ohne Effekte

mit Effekten:

Desktoptheme mit Effekten

Wie man sieht ist das Theme total verhunzt, wenn Compiz angeschaltet wird – und das trifft auf alle Themes zu (außer das Standard-Ubuntu-Theme).

Ich habe auch herausgefunden woran das liegen könnte. Ich upgrade mein Ubuntu seit der Version 7.04. Seit dem habe ich das System nicht neu aufgesetzt. Auf meinem Laptop habe ich Ubuntu seit Version 8.10 drauf – da funktionieren Theme und Compiz einwandfrei miteinander! Also vermute ich, dass irgendwelche Einstellungen nicht mit upgegradet wurden und so verhindern, dass ich andere Themes nutzen kann. So funktionieren auch einige Funktionen von Pulseaudio auf meinem Desktopsystem nicht richtig, es kam sogar vor, dass bei mir Pulseaudio abstürzt, wenn sich ein anderer PC im Netz mit seinem Pulseaudio Server anmeldet. Das konnte ich bei den anderen Rechnern ebenfalls nicht beobachten. Das trifft auch auf verschiedene andere Funktionen zu, die ich zwar nicht benötige, die mir aber irgendwann mal aufgefallen sind.

Die Möglichkeit wäre die eigenen persönlichen Einstellungen im Homeverzeichnis zu löschen (fragt sich aber, ob das was bringt), oder das System neu aufzusetzen (was ich mit 9.10 tun werde). Das würde bedeuten, dass eine Neuinstallation alle 2 Jahre definitv sinnvoll ist, zumindest wenn größere Neuerungen eingespielt wurden. Oder hat jemand von euch ne Idee was die Ursache sein könnte, oder wie man das Problem beheben könnte?

Revelation – ein Passwortsafe

Dienstag, 07.07.2009 um 15:34 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

heute will ich euch ein kleinen Programm vorstellen, welches ich schon ein ganzes Weilchen nutze. Das Programm heißt Revelation und ist ein Passwortsafe für den Gnome Desktop.

Leider gibt es zu dem Projekt keine Doku und die Informationen auf der Projektseite sind auch recht mau. Trotzdem garantiert das Programm einen sicheren Umgang mit den sensiblen Daten, wie Passwörter, Zugangsdaten, Schlüsseldateien, etc. Welche Verschlüsselung nun genau eingesetzt wird, konnte ich nicht herausfinden, allerdings nutzt revelation die pycrypto und cracklib Bibliothek.

Ich nutze dieses Programm trotzdem, da es einen gravierenden Vorteil gegenüber zB KeePassX hat. Dieser ist ein kleines Panel Applet, welches es erlaubt aus einem Dropdown Feld die Zugangsdaten komfortabel zu nutzen und je nachdem welche Einstellungen man getätigt hat, Nutzername und Passwort des Eintrages anzuzeigen, einen Konsolenbefehl mit den Zugangsdaten ausführen, oder Webseiten zu öffnen und die Zugangsdaten in die Zwischenablage zu kopieren. Mit dem Ersten Strg+V bekommt man so den Nutzernamen zurück geliefert, mit dem zweiten Strg+V bekommt man sein Passwort eingefügt – find ich genial.

Revelation Panel Applet

Man hat eine ganze Reihe verschiedener Einstellungsmöglichkeiten, die man sich nach eigenem Wunsch konfigurieren kann. Man kann sogar Daten aus anderen Passwortmanagern importieren und die Daten auch wieder exportieren. Sonst bietet das Programm eigentlich alle Standardfunktionalitäten, die man von anderen Passwortmanagern gewohnt ist.

Installieren kann man das Programm einfach aus den Ubuntu Paketquellen mit dem Befehl:

sudo apt-get install revelation

DVD kopieren – einfach gemacht!

Sonntag, 28.06.2009 um 12:50 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

neulich war ich auf der Suche möglichst einfach DVDs unter Linux/Gnome zu kopieren. Die Bedingung war, dass ich Original Ton und deutsche Übersetzung in einer Datei habe. Mit rippen wäre es demnach schwierig möglich gewesen, da man meines Wissens nur eine Tonspur integrieren kann. Außerdem weiß keiner wie zukunftsträchtig denn Formate wie *.mpg oder *.avi etc sein werden. Zumal ich eine Variante gesucht habe, alle meine DVDs möglichst verlustfrei zu sichern – schließlich halten selbst gepresste Scheiben keine 10 Jahre mehr, danach sind sie kaum noch zu gebrauchen.

Nach ein wenig Recherche bin ich auf ein englisches How-To gestoßen. Da es sicher welche gibt, die nicht oder nur bedingt Englisch können, werde ich das Tutorial mal in Deutsch zusammenfassen.

Gnome kann mit Hilfe von dem Brennprogramm Brasero von den meisten DVDs Sicherheitskopien im ISO Format anfertigen (mir ist auch schon eine DVD untergekommen, die Probleme gemacht hat). Eine ISO Datei ist das universelle Format zum Kopieren von DVDs oder CDs und eine exakte Kopie der Scheibe. Das ISO kann dabei später jederzeit von jedem Brennprogramm wieder auf DVD/CD gebrannt werden. Also der ideale Weg schnell, unkompliziert, verlustfrei und mit Sicherheit in ein paar Jahren auch noch verwertbar eine DVD zu sichern.

Getestet ist der Weg unter Ubuntu 8.10 und 9.04.

1. Als erstes lege man die zu kopierende DVD ein.

2. Dann öffne man den Dateibrowser Nautilus

3. Man klicke nun in der Symbolleiste auf “Computer” oder gebe in der Adressleiste “computer:///” ein

4. Nun gelangt man zu der Übersicht aller Laufwerke des Rechners.

5. Man klicke mit der rechten Maustaste auf das DVD Symbol, das Kontext Menü öffnet sich nun

6. Dort gibt es den Eintrag “CD/DVD kopieren …” (Achtung: CD/DVD muss eingebunden sein)

DVD kopieren

7. Nun öffnet sich ein Fenster indem man das Quellmedium auswählt (normalerweise schon Vorausgewählt) und das Zielmedium auswählt. Es gibt die Möglichkeit das direkt wieder auf eine CD/DVD zu brennen, oder eben in ein ISO. Mit dem Klick auf die Schaltfläche Eigenschaften, kann man den Pfad und den Dateinamen des ISOs angeben

DVD kopieren ISO Auswahl

8. Mit Klick auf Kopieren startet man den Kopiervorgang. Jetzt ist warten angesagt. Eine DVD dauert ca. 20-30 Minuten bei einem normalen DVD Laufwerk.

DVD kopieren, Kopiervorgang

9. Ist das Kopieren abgeschlossen, ist man stolzer Besitzer einer virtuellen DVD ;-)

10. Testen kann man das ISO direkt mit dem VLC Player. Wer diesen noch nicht installiert hat, der sollte dies tun, denn der VLC ist einer der besten Medienplayer überhaupt. Alles was irgendwie abzuspielen geht, bekommt der VLC auch abgespielt – da wo andere Player schon längst versagen. Unter Ubuntu kann man diesen mit dem Befehl im Terminal installieren:

sudo apt-get install vlc

Ist der VLC installiert, öffnet man diesen und wählt einfach die ISO Datei aus – schon wird die DVD abgespielt.

11. Will man die Daten im ISO extrahieren, geht das mit Rechts klick auf die Datei und mit dem Eintrag “Hier entpacken”. So kann man im Nachhinein die DVD auch rippen, sollte man dies wollen (DVD::RIP für die VOB Dateien im ISO, oder mit Handbrake direkt von der ISO Datei)

12. Mit dem folgenden Befehl lässt sich das ISO auch direkt wie eine DVD ins System einbinden (aber nur mit sudo Rechten).

sudo mount -o loop /pfad/zur/datei.iso /media/cdrom0

13. Wer nun seine ganze DVD Sammlung archivieren will sollte sich eine neue Festplatte kaufen gehen ;-) Ein ISO ist normalerweise um die 7,5 GB groß, da es 1:1 die DVD abbildet.

Natürlich muss man hier noch erwähnen, dass man sich in einer gesetzlichen Grauzone befindet. Normalerweise darf man kopiergeschützte DVDs nicht kopieren, auch nicht zu privaten Zwecken. Allerdings könnten wir nichtmal kopiergeschützte DVDs anschauen, schließlich ist die Verwendung von libdvdcss2 auch nicht so ganz in Ordnung. Aber ich möchte meine legal gekauften DVDs eben auch noch in mehreren Jahren anschauen, wenn diese DVDs schon längst ihren Geist aufgegeben haben.

Ubuntu One – noch eine Einladung

Mittwoch, 24.06.2009 um 14:50 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich reihe mich nun auch mit in die Einladungen zu dem Online Storage Dienst Ubuntu One ein. Es lässt sich nur bestätigen, was meine Vorredner hier auch schon festgestellt haben.

Der Dienst ist noch im ersten Beta Stadium und bietet demnach noch keinerlei Komfortfunktionen (bis auf die Installation, die ist sehr einfach). Es fehlen eine Dateihistorie sowie die Wiederherstellung von gelöschten Dateien, so wie man es von Dropbox gewohnt ist. Im Clienten kann man bisher auch noch keine Einstellungen tätigen und man ist gezwungen die Dateien unter ~/Ubuntu One/My Files/ abzuspeichern.

Die bisherige Werbung hat sich demnach auch noch nicht bewahrheitet, in der es heißt, dass sich Ubuntu One nahtlos in das System integriert und somit besser als Dropbox zu verwenden wäre. Teuer wird das außerdem auch noch, wenn man etwas mehr Speicher haben will, ich hoffe hier bessert Canonical noch nach.

Bis jetzt ist Ubuntu One also nicht viel mehr als eine Plattform zur Dateisynchronisation.

Aber abwarten und Tee trinken. Ich denke bis zum Karmic Koala im Oktober diesen Jahres wird sich wohl schon einiges getan haben, schließlich soll der Dienst ja mit 9.10 ausgeliefert werden.

Zwei Dinge, die mich an Evolution störten

Dienstag, 23.06.2009 um 13:44 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich nutze Evolution sehr gerne, da es eine Software ist, die Email, Kalender und Kontaktverwaltung vereint und sich zudem noch sehr gut in Gnome integriert. Man hat sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, die Kontaktverwaltung ist die umfangreichste, die ich kenne und der Kalender kann nun mittlerweile mit vielen Internetkalendern zuverlässig umgehen.

Leider gab es mehrere Dinge, die mich immer wieder gestört haben – auch wenn dies ingesamt gesehen, eher nebensächliche Funktionen sind. Zum Einen hat es mich genervt, dass Spam Mails automatisch als gelesen markiert werden und man so nicht mitbekommt, ob man neue Spam Mails bekommen hat. Zum Anderen wird man über eingehende Nachrichten nur informiert, wenn diese sich im Posteingang befinden. Filtert man die Nachrichten direkt in andere Ordner, bekommt man so keine optiche Rückmeldung durch das Applet.

Um die Nachrichten im Spam Ordner nicht als gelesen zu markieren, muss man einen Nachrichtenfilter einrichten, der dies verhindert. Man gehe im Menü unter Bearbeiten zu Nachrichtenfilter. Dort legt man einen  neuen Filter an, den man nach ganz oben verschiebt.

Evolution ungelesener Spam

Im Bild sind zwei Bedingungen zu sehen. Das eigenartige dabei ist, dass die untere Bedingung nicht funktioniert! Der Unerwünscht-Test macht letztlich gar nichts und kann auch einfach weggelassen werden (hier nur zur Erwähnung mit in die Bedingung eingefügt). Um die Mail also erfolgreich auf unerwünscht zu Testen muss “Status ist unerwünscht” ausgewählt werden. Dann muss man, wie im Bild zu sehen, die Auswahl auf “Status nicht setzen gelesen” stellen.

Jetzt sollten die neuen Spam Mails ebenfalls fettgedruckt dargestellt werden! Will man nun nach Sichtung der Spam Mails diese als gelesen markieren, hilft ein Plugin dies zu erledigen (so muss man nicht alle einzeln als gelesen markieren). Das Plugin ist normalerweise schon bei der ersten Benutzung aktiviert, wenn nicht, kann man das Plugin unter Menü Bearbeiten, Plugins und “Alles als gelesen markieren” finden. Jetzt kann man mit Rechtsklick auf den jeweiligen Ordner alle Mails als gelesen markieren.

Spam Mails als gelesen markieren

Das zweite Problem geht einfach mit dem neuen Indicator-Applet zu lösen. Normalerweise sollte dieses für Evolution schon vorinstalliert sein. Jetzt findet man im Menü Bearbeiten, Einstellungen unter EMail Einstellungen den Punkt “Falls neue Mail ankommt im

EMail Einstellungen

Im Dropdown Feld ist voreingestellt “Eingang”. Um bei allen Mails in allen Ordnern benachrichtigt zu werden, kann man die Option “Beliebigem Ordner” aktivieren. Die anderen Einstellungen darunter beziehen sich auf die Art und Weise der Benachrichtigung. Ist diese ganze Option mit “Falls neue Mail ankommt im” nicht in den Einstellungen vorhanden, fehlt das Indicator Applet und muss nachinstalliert werden.

Alles Speichern, Evolution neu starten und nun sollte man trotz verschiedener Nachrichtenfilter die Mails in beliebige Ordner verschieben, immer eine Nachricht bekommen, wenn eine neue Mail angekommen ist.

Neue Mail - Nachricht vom Indicator Applet

Ich hatte ganz zu Anfang das Indicator Applet gelöscht, weil ich es irgendwie komisch fand in der Benutzung, jetzt erweist es sich als sehr praktisch. Allerdings hat es ein Weilchen gebraucht, bis ich das Applet gefunden habe. Im Deutschen heißt es nämlich Benachrichtigungsanzeige.

Jetzt bin ich überauß zufrieden, dass ich die zwei kleinen Störfaktoren endlich beseitigen konnte.

Kleines Shell Skript zum Umwandeln von SVGs in PDF Bilder

Samstag, 20.06.2009 um 14:10 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich ja, wie in anderen Einträgen schon erwähnt des Öfteren in LaTeX Dokumente verfasse, ist es auch manchmal nötig Grafiken einzubinden. Da ich normalerweise Grafiken mit Inkscape im Vektorformat SVG erstelle, ist es nötig diese Dateien zu konvertieren. LaTeX kann leider SVGs nicht direkt einbinden. Bei meinen Recherchen im Internet habe ich auch nicht wirklich Bestrebungen gefunden, dieses Leck zu stopfen – also wer von euch in LaTeX voll den Durchblick hat, kann ja mal die Unterstützung dafür Programmieren ;-)

Damit die Eigenschaften eines Vektorformats – also die gute Skalierbarkeit der Grafiken – erhalten bleiben, wandle ich die Dateien immer in eps oder pdf um. Allerdings wird es sehr anstrengend, wenn man eine Kleinigkeit im Bild geändert oder sehr viele Bilder hat, diese immer wieder von Hand umzuwandeln. Deshalb habe ich mir ein kleines Shell Skript geschrieben, dass immer im Ordner meiner SVG Bilder liegt und dort aufgerufen werden kann.

Benutzung:

Man gehe in einer Konsole in den Ordner mit den Bildern und dem Skript. Das Skript muss die Rechte zum Ausführen haben. Ist dies noch nicht der Fall, dann den folgenden Befehl ausführen:

jazz@jazz:~$ chmod +x SVG2PDF

Jetzt hat man die Möglichkeit das Skript ohne Parameter aufzurufen. Dann werden alle im Ordner befindlichen SVGs in eine PDF konvertiert. Dabei richtet sich die Größe der PDF nach der Seiteneinstellung der SVG.

jazz@jazz:~$ ./SVG2PDF

Die zweite Variante ist der Aufruf mit Parametern. Als Parameter kann man eine beliebig lange Liste von SVG Dateien angeben. Dies ist sinnvoll, wenn man nicht alle SVGs in PDF umwandeln will, wenn man zum Beispiel nur ein oder zwei der im Ordner befindlichen SVGs verändert/hinzugefügt hat.

jazz@jazz:~$ ./SVG2PDF eine.svg eineandere.svg

So jetzt hier das Skript zum Runterladen (Rechtsklick → Ziel Speichern unter):

Skript SVG2PDF

Und hier nochmal ausgeschrieben:

#!/bin/bash
if [ $# -lt 1 ]
then
    for f in *.svg; do 
        e=$(basename $f svg)eps;
        echo "Converting $f to a pdf image!"
        inkscape --export-embed-fonts  --export-text-to-path -f $f -E $e; 
        epstopdf $e
        rm $e
    done
else
    for f in $*; do
        if [ -f $f -a ${f#*.} = "svg" ]
        then
            e=$(basename $f svg)eps;
            echo "Converting $f to a pdf image!"
            inkscape --export-embed-fonts  --export-text-to-path -f $f -E $e; 
            epstopdf $e
            rm $e
        else
            echo "File $f is not a SVG!"
        fi
    done
fi

EDIT: Für das Skript muss epstopdf (unter Ubuntu in texlive-extra-utils) installiert sein. Ist es nicht vorhanden, führt dies ebenfalls zu “command not found”-Fehlern.

Spicebird – eine Anwendung für alles

Mittwoch, 17.06.2009 um 14:51 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich bin vor ein paar Tagen auf ein noch recht neues Projekt namens Spicebird Beta gestoßen. Wie der Name schon sagt ist die Software noch in der Entwicklungsphase und noch nicht in allen Punkten ausgereift, das sollte man bei Nutzung der Software bedenken.

Spicebird ist eine Software, die sowohl Email-Client, Kontaktdatenbank, Kalender, Instant Messaging als auch News Reader, Google Gadget Verwaltung uvm. integriert. Dabei kann der Funktionsumfang stark durch Add-Ons/Plugins erweitert werden. Das Projekt bedient sich dabei verschiedener Software Komponenten aus Thunderbird, Lightning und Telepathy und vereint diese unter einer Softwareoberfläche.

Ruft man die verschiedenen Einstellungsdialoge auf, werden diese einem sehr bekannt vorkommen :)

spicebird

Wer noch mehr Screenshots sehen will, gehe bitte auf die Screenshot Seite von Spicebird. Dort sind noch ein paar schöne Bilder der Hauptkomponenten zu sehen.

Will man die Software nutzen, kann man sich diese herunterladen. Leider gibt es noch keine deutschsprachige 64-Bit Version (also muss man auf die englische ausweichen, falls man 64 Bit hat). Nachdem man den Tarball heruntergeladen hat, kann man diesen entpacken.

Mit dem Befehl

jazz@jazz-laptop:~$ ./spicebird-beta/spicebird

kann man das Programm starten. Nun kann man sich die einzelnen Konten (Email, IM) anlegen und es kann losgehen. Die Software ist recht selbsterklärend, da man das Meiste aus den schon genannten anderen Programmen gewohnt ist. Ein paar Sachen sollte ich jedoch noch erläutern:

Google Gadgets:

Will man Google Gadgets in seinem Home/Start Tab nutzen, kann man unter Applet hinzufügen → Google Applet dieses hinzufügen. Jetzt sollte ein leeres Feld im Start Tab erscheinen. Nun geht man auf die Google Gadget Seite und zieht das Bild des gewünschten Gadgets nach Spicebird in das neu erstellte Applet Feld – die Adresse wird nun automatisch hinzugefügt und das Applet geladen. Das funktioniert allerdings noch nicht immer zuverlässig, ich hatte auch schon einige Gadgets, die nicht funktionierten.

Google Gadgets in Spicebird

Chat Account hinzufügen:

Die Einstellungen für den Chat Account zu finden, hatte bei mir etwas gebraucht, da man es da nicht erwartet. Ein Konto hinzufügen kann man nämlich nur unter dem Tab Kontakte in der Menüleiste unter Chat → New Chat Account. Das Hinzufügen geht zumindest bei Jabber problemlos (die anderen habe ich noch nicht ausprobiert) und man bekommt nach dem Connecten unter Kontakte sein Chat Fenster.

Hinzügen einer Chat Accounts

Startet man jetzt einen Chat wird ein neues Fenster erzeugt, das finde ich eher nicht so schön. Es gibt aber die Möglichkeit einen eigenen Chat Tab neben dem Kontakte Tab zu erzeugen. Dazu drückt man die kleine Schaltfläche rechts im Chatfenster. Dies kann man auch mit mehreren Fenstern tun, die werden dann als Kacheln im neuen Chat Tab angeordnet.

Chat Funktion in Spicebird

Email Funktion:

Hier gibt es zumindest für mich den Entscheidenden Nachteil warum ich diese Software (noch) nicht produktiv einsetzen werde: Es gibt zwar einen Junk Filter, der die Mails als Junk einstuft, doch leider werden diese nicht in einen extra Ordner verschoben. Man findet in den Einstellungen zwar die Möglichkeiten automatisch in einen Ordner verschieben zu lassen, doch ich kann keinen Ordner auswählen, den ich als Junk Ordner nutzen möchte :( Da aber die Möglichkeiten in den Einstellungen schon da sind, hoffe ich das bald eine ordentliche Junk Behandlung möglich sein wird.

Außerdem finde ich die Kontaktverwaltung genau wie in Thunderbird sehr unflexibel und unschön. Man kann jedem Kontakt nur ein paar wenige Attribute zuordnen und sehr wenig selbst definieren. Ich bin in dieser Hinsicht doch sehr Gnome Evolution verwöhnt, dessen Kontakteditor eigentlich keine Wünsche offen lässt (bis auf, dass man vielleicht noch ein paar Attribute selbst definieren kann). Diesen finde ich sogar besser als den von Outlook (obwohl man da auch schon recht viel machen kann).

Kalender:

Auch ein Manko gegenüber Gnome Evolution, das sicherlich erstmal mit dem Programm an sich nichts zu tun hat, aber das ich doch sehr häufig nutze, ist die Möglichkeit Termine im Kalender-Applet von Gnome direkt anzeigen zu lassen. Das kann man zwar realisieren, indem man die Termine von Spicebird und Evolution synchronisiert, aber das ist mir zu umständlich.

Fazit:

Tolle Software, hat aber noch ein paar Macken (ist schließlich eine Beta, da ist das erlaubt), die in den folgenden Versionen hoffentlich ausgebessert werden.

Flash Videos aus dem Internet speichern

Sonntag, 14.06.2009 um 21:20 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich war nun für anderthalb Wochen im Urlaub, komme wieder und siehe da, ich bin nun vom lieben Ikhaya-Team auch für den Planeten auf ubuntuusers.de nominiert worden! Das war eine nette Überraschung nach dem erholsamen Urlaub.

Nun eine kleine Vorstellung meines Blogs. Dieser ist unter http://jazzblog.pete-productions.de/ zu finden. Ich betreibe den Blog seit Anfang des Jahres 2009 und berichte über allmögliche Linux/Ubuntu Themen. Allerdings werden sich auch öfters LaTeX- und Programmier-Spezifische Themen auf meinem Blog finden. Zur Zeit sind schon einige Artikel zu finden, ein Blick ins Archiv lohnt sich ebenfalls. Für Kritik, Anregungen und freudige Huldigung meines Blogs ;-) steht eine Kommentarfunktion auf der Seite bereit.

EDIT: Naja es hat zwei Wochen gedauert, bis das mit meinem Feed richtig funktioniert hat. Nochmal vielen Dank an das Ikhaya-Team, bei der Unterstützung.

Aber nun genug der Vorrede, nun zum eigentlichen Thema des Blogeintrags.

Jedem sind die allseits beliebten Flash Videos im Internet bekannt. Irgendwann will man auch eines der Flash Videos lokal auf dem Rechner speichern, sei es ein Tutorial oder was auch immer. Das geht natürlich mit verschiedenen Programmen oder Plugins für den Browser. Unter Linux geht das allerdings noch viel einfacher und ohne zusätzliche Software:

1. Man spiele das gewünschte Video ab (muss bis zum Ende geladen werden)

2. Man gehe in den Ordner /tmp

3. Dort gibt es eine Datei mit einer zufälligen Zeichenkette als Dateinamen und ohne Dateiendung. Diese Datei ist auch schon das gewünschte Flash Video. Mit Doppelklick kann man sich nun im Totem (oder anderem Mediaplayer) das Video anschauen.

Flash Video speichern

4. Wenn das Flash Video fertig geladen ist, kopiere man sich die Datei in sein Homeverzeichnis und gebe ihr einen sinnvollen Namen mit der Dateiendung *.flv

5. Wird der Browserfenster mit dem Video geschlossen, wird auch die Datei in /tmp gelöscht.

Bemerkung:

Beim Schauen eines Spiegel.de-Videos ist mir gerade aufgefallen, dass diese nicht wie eben beschrieben im /tmp Verzeichnis gecached werden. Eventuell sind dies keine *.flv Videos. Hier kann ich jedoch nur Vermutungen anstellen. Es könnte jedoch auch Möglichkeiten geben, die seitens des Flashplayers eine lokale Zwischenspeicherung verhindern. Das lässt vermuten, dass man für manche Seiten doch Zusatzprogramme benötigt. Für Youtube und Co ist der einfache Weg jedoch ohne Probleme nutzbar.

Gedit – Nützliche Plugins

Freitag, 15.05.2009 um 08:27 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

heute möchte ich euch ein paar Plugins vorstellen, um den sehr flexiblen Standardtexteditor von Gnome namens gedit noch weiter zu verbessern. Neben den bekannten Plugins für eine Dateiverwaltung in der Seitenleiste und dem Terminal habe ich noch die Plugins für Quelltextkommentare, Schnipsel und Rechtschreibprüfung (für LaTeX Dokumente) aktiviert. Diese sind zum Teil in dem Paket gedit-plugins integriert, welches über die Paketverwaltung installiert werden kann.

Nun habe ich noch zusätzlich recht nützliche Plugins installiert, die nicht in den Paketquellen verfügbar sind. Dazu gehören:

Class Browser:

Der Class Browser stellt alle Klassen, Attribute und Funktionen einer Datei übersichtlich in einer Baumansicht in der Seitenleiste von gedit dar. Mit einem Doppelklick springt dann jeweils der Cursor zum gewählten Eintrag. Dies ist sehr nützlich für längere und dadurch unübersichtlichere Quelltexte. Zudem hat man immer alle Attribute oder Funktionsnamen auf einen Blick zur Verfügung. Die Farben kann man im Plugin anpassen.

Um die Unterstützung für die üblichsten Sprachen zu bekommen, muss zusätzlich zum Plugin noch das Paket exuberant-ctags installiert werden. Für Ubuntu ist das der Befehl:

sudo apt-get install exuberant-ctags

Class Browser

Autocomplete:

Wie der Name schon sagt, ist Autocomplete ein Plugin zur Vervollständigung von Wörtern in Quelltexten. Dabei werden alle Wörter aus allen geöffneten Dateien einbezogen, durch Tippen verändert sich die Liste ständig. Mit den Runter/Hoch Pfeiltasten kann der gewünschte Eintrag gewählt werden (”Größer als”-Zeichen) und mit Tab kann das gewünschte Wort vervollständigt werden. Gerade für lange Namen ist dieses Plugin sehr nützlich.

Autocomplete

Edit Shortcuts:

Mit dem Plugin Edit Shortcuts können alle Menüeinträge mit einer individuellen Tastenkombination belegt werden. Das ist gerade sehr nützlich, wenn man aus anderen Editoren Tastenkombinationen gewöhnt ist und diese beibehalten möchte. Außerdem können zusätzliche Plugins nun mit einer Tastenkombination versorgt werden.

gedit2

Gemini:

Gemini ist ein kleines Plugin welches die verschiedenen Klammern <{['""']}> automatisch schließt. Im Gegensatz zum Plugin was im Standard Plugin Paket dabei ist, kann man auch Text markieren und dann die Klammern einfügen, dann wird der Text automatisch innerhalb der Klammern gesetzt.

Regular Expressions Search and Replace:

Eines der nützlichsten Plugins, wie ich finde, ist das Suchen und Ersetzen mit Regulären Ausdrücken. An richtiger Stelle angewandt ist das ein sehr mächtiges Werkzeug und erspart enorme Schreibarbeit.

Das Beispiel im Bild zeigt, wie man mit einem einfachen Ausdruck sehr schnell häufig wiederkehrende komplexere Ausdrücke editieren/zusammenbauen kann (auch wenn das Beispiel hier nicht sonderlich sinnvoll ist). Find ich toll das Plugin :-)

Reguläre Ausdrücke

Es gibt noch eine Reihe weiterer Plugins. Die meisten werden auf der Gnome Gedit Plugin Webseite gesammelt. Ansonsten kann auch Google bemüht werden.