2-Pi-Analog-Uhr

Freitag, 22.01.2010 um 16:25 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

ich bin ein Mathematik-Fan und habe diese Idee bei Freunden geklaut, weil ich die Idee so toll fand ^^.

Die Idee hinter eine 2-Pi-Uhr ist simpel. 2π sind in Grad umgerechnet 360°. Im Einheitskreis bedeutet das eine vollständige Runde. Betrachten wir das Ziffernblatt einer Uhr als Einheitskreis. 0 oder 2π liegt auf der x-Achse bei 1. 90° oder π/2 bei 1 auf der y-Achse usw. Das heißt für die 2π-Uhr natürlich, dass sie gegen den Uhrzeigersinn läuft (mathematisch positiv) und auf einem normalen Ziffernblatt bei 3 ihren 0-/12-Uhr Punkt hat. Ein Linksläuferuhrwerk und Zeiger gibt es bei Conrad für ein paar Euro. Dann braucht man nur noch eine Analoguhr, in die man das Ganze einbauen kann. Für verschiedene Größen gibt es natürlich noch die SVG-Datei zum Herunterladen. Dort kann man das Ziffernblatt genau auf seine Uhrgröße skalieren.

So sieht dann das fertige Ziffernblatt aus, dass auf eine Folie oder Papier ausgedruckt werden kann.

uhr

Zur Übersicht nochmal ein paar Zeigerstellungen und die entsprechende Uhrzeit.

Beide Zeiger stehen auf 2π: 0 oder 12 Uhr.
Kleiner Zeiger auf 2/3π und großer Zeiger auf 1/6π: 5 Minuten nach 4 oder 16 Uhr.
Kleiner Zeiger zwischen 3/2π und 5/3π und großer Zeiger auf π: halb 10 Uhr.

Na verstanden?

So das war’s mit der Vorstellung des Projekts. Wer allerdings nicht nur die SVG herunterladen möchte, sondern sich nach seinen Vorstellungen selbst ein Ziffernblatt basteln möchte, dem empfehle ich weiter zu lesen.

Zur Erstellung des Ziffernblattes eignet sich Inkscape als Open Source Vektorprogramm (für alle gängigen OS erhältlich).

Man öffne ein neues Inkscape Dokument. Als erstes wird ein Rechteck erstellt. Dieses sollte von der Größe, Form und Farbe nach eigenen Wünschen verändert werden. Dieses Rechteck bildet nachher die Minutenanzeige des Ziffernblattes. Nun dupliziert man dieses Rechteck einmal (Strg+D). Mit den Pfeiltasten (Hoch, Runter) verschiebt man nun das zweite Rechteck so wie im Bild zu erkennen. Die Distanz zwischen den Rechtecken wird der Durchmesser des Ziffernblattes (also die beiden Rechtecke soweit auseinander ziehen wie gewünscht).

2rechtecke

Ist dies geschehen gruppiert man beide Rechtecke (Strg+G). Nun geht man zu Bearbeiten → Klonen → Gekachelte Klone erzeugen. Unter “Symmetrie” wird “P1: einfache Verschiebung” eingestellt. Für Reihen, Spalten wird 30 und 1 eingegeben. Im Tab “Umschalt” wird Y-Verschiebung auf -100% gesetzt. Bei “Rotation” wird der Winkel pro Reihe auf 6 Grad eingestellt. Alle anderen Einstellungen verbleiben auf den Standardwerten. Mit einem Klick auf Erzeugen hat man plötzlich ein Ziffernblatt mit 60 Minuten-Strichen.

Will man jetzt noch die 5-Minuten-Striche von den Minuten-Strichen abheben, geht man ganz genauso vor, wie bei den Minuten-Strichen, nur die Reihenanzahl und der Winkel beim Klonen ändert sich (6 Reihen, 30 Grad).

5MinutenStriche

Nun fehlt nur noch die Beschriftung der 5 Minuten-Striche. Für Unicode-Zeichen (wozu auch π gehört) gibt es in Inkscape eine schöne Möglichkeit diese einzufügen. Dazu öffnet man eine Textumgebung und drückt Strg+U. Jetzt erscheint in der Statusleiste von Inkscape die Meldung “Unicode (Eingabe zum Abschließen)”. Nun muss man nur noch wissen, welcher Unicode für π benötigt wird. Tippt man nun 03c0 ein, sieht man in der Statusleiste welches Zeichen geschrieben wird (in diesem Fall unser π). Mit Enter wird π nun eingefügt.

unicode

Ist alles beschriftet hat man nun sein eigenes Ziffernblatt der 2π-Analog-Uhr.

Doch Vorsicht: benutzt man diese Uhr zu lange/häufig, fällt es einem durchaus schwer normale Analoguhren korrekt abzulesen ;-)

Hier die SVG zum Download: 2π-Analog-Uhr (SVG)

Und die A3-PDF: 2π-Analog-Uhr (PDF)

Gimp: Auswahl kreisförmig, eliptisch, rechteckig

Montag, 18.01.2010 um 16:55 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

da ich diesbezüglich immer mal wieder Fragen bekomme, schreibe ich heute mal ein kleines Tutorium zu dem Auswahlwerkzeug in Gimp.

So werde ich beispielsweise immer gefragt, wie man in Gimp einen farbigen Kreis oder eine Ellipse hin bekommt. Das ist in Gimp sehr einfach zu lösen.

Zum Testen öffne man ein neues Bild in Gimp. Dann wählt man das Elliptische Auswahl-Werkzeug aus (Werkzeugkasten oben 2. von links oder Taste “e”). Jetzt öffnet sich unterhalb des Werkzeugkastens das Werkzeugmenü zur elliptischen Auswahl. Dort gibt es die Option “Fest”. Aus dem Dropdown Feld wählt man Seitenverhältnis und gibt in das Textfeld darunter “1:1″ ein (im Bild rot markiert).

werkzeuge

Nun beginnt man mit gedrückter Maustaste in dem Bild die Ellipse aufzuziehen. Die Option “Fest” wählt man, indem die Shift-Taste gedrückt und gehalten wird (nachdem man mit der Maustaste die Ellipse begonnen hat). Nun sollte man sehen, dass aus der bisherigen elliptischen Auswahl ein Kreis wird und im Kästchen vor der Option “Fest” ein Häkchen zu sehen ist. Nun kann man bei gedrückter Shift-Taste den Kreis so ziehen, wie man ihn haben will.

Nun fehlt noch das Zeichnen des eigentlichen Kreises. Unter der Option aus der Menüleiste Auswahl → Rand … öffnet sich ein Dialogfeld, in der man die Dicke des Randes eingeben kann (im Bild 2 Pixel). Drückt man auf OK, besteht die Auswahl plötzlich aus zwei ineinander liegenden Kreisen. Jetzt muss man mit der geeigneten Farbe und dem Ausfüllenwerkzeug (Schift+B) den Rand nur noch farbig ausfüllen. Danach kann die Auswahl entfernt werden und voilà wir haben einen Kreis.

rand

Auf diesem Weg lassen sich logischerweise auch Ellipsen, Rechtecke und Quadrate (Rechteckwerkzeug und wieder die Option “Fest” auf 1:1 Seitenverhältnis) und auch weitere einfache geometrische Figuren herstellen. Legt man diese in eine eigene Ebene, lassen sie sich auch nach der Erstellung verschieben und in der Größe verändern.

Displays mit DisplayLink Technik unter Linux

Sonntag, 21.06.2009 um 14:13 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

es gibt wieder erfreuliche Nachrichten in Bezug auf bessere Hardware Unterstützung für Linux. Am 15. Mai 2009 wurde von der Firma DisplayLink Corp. eine LGPL Bibliothek veröffentlicht, die nun die Entwicklung von Treibern und Programmen für den X Server ermöglicht, um Bildschirme mit DisplayLink Chips ansteuern zu können.

DisplayLink entwickelt Chips, die es ermöglichen Standard LCD Bildschirme direkt per USB an einen PC anzuschließen und anzusteuern. Bisher gab es nur Treiber für MS Windows und das Mac OS. Diese Technik ist zum Beispiel sinnvoll für Zusatzdisplays, da keine weitere Grafikkarte benötigt wird. So lassen sich nun zum Beispiel alle Geräte mit einem USB 2.0 Anschluss und einem Linux als Betriebssystem mit einem Display ausstatten (Router, Server, etc).

Näheres zu der Veröffentlichung der Software Bibliothek findet man im Artikel auf der DisplayLink Seite.

Die Community hat sich bereits an die Programmierung eines Treibers gesetzt und es gibt auch schon erste Ergebnisse. So liefert bereits das bekannte NAS System NSLU Bilder auf ein angeschlossenes Display. Die Verwaltung des Projekts hat die Seite freedesktop.org übernommen. Regelmäßige Nachrichten kann man per Mailinglist oder Twitter abrufen. Auf der Webseite findet man ebenfalls eine Installationsanleitung und ein HowTo. Allerdings sollte an dieser Stelle gewarnt werden, dass alles noch auf einem sehr frühen Entwicklungsstand ist.

Allerdings überlege ich mir trotzdem ein kleines Zusatzdisplay zu holen und zu testen. Ich habe für die weitere Technisierung meines zu Hauses vor, in jedem Zimmer ein kleines Mini-ITX Atom Board mit Musik Boxen aufzustellen und diese per Streaming von einem NAS mit Musik zu versorgen. Um jetzt nicht an jedes Board einen eigenen VGA Monitor mit Touchscreen andocken zu müssen (oder ständig VGA und USB Stecker abzuziehen und wieder an einem anderen PC anzustöpseln), habe ich mir überlegt ein DisplayLink Monitor zu nutzen und diesen wenn benötigt einfach an den USB zu stöpseln und den jeweiligen PC zu steuern. So kann man den Monitor auch ohne ständiges Anstöpseln und Abziehen mehrerer Kabel (sondern nur eines Kabels) hin und her tragen.

Es gibt nämlich seit kurzem in Deutschland ein geniales Display zu kaufen. Dieses ist 7” groß und integriert DisplayLink Technik, Touchscreen, Webcam und Mikrofon. Und das alles – bis auf das Mikrofon – über einen USB Anschluss (zumindest so wie ich es verstanden habe). Das Display gibt es bei beim Anbieter CARTFT zu kaufen (wenn jemanden noch ein anderer Anbieter bekannt ist, dann bitte in die Kommentare einfügen).

DisplayLink MonitorDisplayLink Monitor

Allerdings ist das Display mit 160 EUR nicht gerade billig. Deswegen hadere ich auch gerade mit mir, da ja auch der Treiber noch nicht wirklich benutzbar ist. Zudem muss man als Mac/Linux Anwender den Touchscreen Treiber extra kaufen (warum auch immer). Außerdem bin ich in der Hinsicht eher der Endanwender als der Bastelfreak. Naja mal schauen, wie ich mich entscheide.

Mosaik Bilder mit Ubuntu/Linux

Freitag, 01.05.2009 um 17:49 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

für ein Geschenk in der Verwandtschaft musste eine Geschenkidee her. Da ich im Internet schon ein paar Bilder mit vielen Einzelbildern gesehen habe, brachte mich das auf die Idee, ein Bilder-Mosaik zu basteln. Für Windows gibt es da einige Programme, nach ein wenig Recherche fand ich auch zwei tolle Programme für Linux.

Das erste Programm heißt Shape Collage und ist ein Java Programm. Für Linux gibt es da ein *.tar.gz Archiv zum Download. Da ist aber auch nichts anderes drinnen, als das *.jar Archiv, was man sich eh schon direkt herunterladen kann. Eine Java Runtime vorausgesetzt, kann das Programm nach dem Download sofort gestartet werden.

Das Programm präsentiert sich in einer schönen Oberfläche. Wie man an dem Screenshot und an dem Namen erkennen kann, ist das zwar kein Programm für Bilder Mosaike sondern für Bilder Collagen. Mit dem Programm lassen sich verschiedenste Formen zu einer tollen Bilder Collage zusammenfügen (siehe Bilder). Dazu lädt man sich einen Ordner mit Bildern in das Programm, wählt die gewünschten Parameter aus (Shape, Bildgröße, Einzelbildgröße, Effekte, etc) und dann einfach auf Create und freut sich über die tolle Animation, wie die Bilder angeordnet werden :-)

Shape Collage Nr 2heart

Ich musste natürlich auch die individuellen Shapes ausprobieren. Was liegt da mit Jazz als Nick näher, als ein J auszuprobieren. Das Ergebnis sieht dann wie folgt aus – finde ich definitiv sehr lustig.

Shape Collage Nr 2 freie Formen

Da ich nun aber eigentlich ein Fotomosaik wollte, musste noch ein anderes Programm her. Dieses heißt Metapixel und ist in den Ubuntuquellen enthalten und lässt sich somit ganz einfach per apt-get installieren. Allerdings scheint das Projekt nicht mehr weiterentwickelt zu werden, was aber auch nicht stört, da das Programm so ziemlich alles kann, was man von ihm erwartet. Was mich ein Bisschen stört, ist dass ich nicht wirklich eine Doku gefunden habe, die die einzelnen Optionen etwas näher beschreibt.

Metapixel ist ein Konsolenprogramm ohne grafische Oberfläche. Im ersten Schritt muss ein Verzeichnis mit den zu nutzenden Bildern eingelesen werden. Das Programm wandelt diese automatisch in Thumbnails um. Je nach Anzahl der Bilder dauert das Ganze ein Weilchen (ca. 100 Bilder die Minute mit halbwegs aktuellem PC). Dabei ist zu beachten, dass Unterordner bei der Umwandlung nicht mit einbezogen werden. Die Thumbnails sollte man zwecks Übersicht in einen separaten Ordner speichern. Mit dem folgenden Befehl wird das ganze ausgeführt.

jazz@jazz:~$ metapixel-prepare Multimedia/Bilder/Grafiken/ .metapixel/

Sind alle Bilder umgewandelt findet man diese im Ordner .metapixel mit einer zusätzlichen Config-Datei, die alle Bilder enthält. Mit folgendem Befehl startet man dann die Erzeugung des eigentlichen Mosaiks. Dabei ist der erste Parameter das Quellbild, was als Mosaik zerlegt werden soll. Der zweite Parameter ist das Zielbild und als Library gibt man den Ordner mit den Thumbnails an.

jazz@jazz:~$ metapixel --metapixel Jazz.JPG metapixel_jazz.jpg --cheat=30 --library .metapixel/

Zu beachten ist der Parameter –cheat. Mit diesem gibt man den prozentualen Anteil an, mit dem das Programm “cheaten” kann. Das bedeutet, je höher die Zahl, desto transparenter werden die eigentlichen Mosaiks generiert und man sieht das original Bild im Hintergrund durchscheinen. Wählt man einen kleinen Parameter, kann man die konturen des eigentlichen Bildes noch etwas stärken, ohne dass es auffällt, dass hier beschummelt wurde ;-) Ich hoffe man sieht auch den Unterschied bei mir als Mosaik – links ohne cheating, rechts mit 30% Cheatfunktion.

Metapixel Bild Metapixel Bild mit Cheatfunktion

Raumschiff mit Chromüberzug und schönem Hintergrund

Donnerstag, 05.02.2009 um 09:27 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

in einem vorherigen Artikel hatte ich bereits beschrieben, wie man ein Raumschiff in Blender in knapp 5 Minuten basteln kann. Dieses ist jedoch nach dem Rendern noch nicht wirklich schön anzusehen. Es fehlen noch Texturen und ein passender Hintergrund.

Allerdings stecke ich auch gerade in den Kinderschuhen was Blender anbelangt, deswegen habe ich mich für eine einfache aber dennoch sehr schicke Chromtextur und einen einfachen Hintergrund entschieden. In diesem Tutorial zeige ich euch nun, wie man einfach eine Chromtextur erzeugt und wie schnell man zu anderen Ergebnissen kommt, wenn man etwas mit den Parameter, Licht und Kameraeinstellungen spielt.

Dazu suchen wir uns als erstes einen schönen Hintergrund aus, ich werde einen aus meinem X3 Spiel nutzen – schließlich hat man dort wunderbare Panoramen, die man auch als Hintergrund nutzen kann. Die Bilder kann man sich wieder durch “Grafik anzeigen” im Browser vergrößernlassen.

Hintergrund Bild

Hat man sich für einen Hintergrund entschieden kann es los gehen. Wir nehmen wieder das Schiff vom letzten Mal. Auf dem Bild ist zu sehen, dass das gerenderte Bild doch sehr trist und wenig interessant aussieht. Zudem kann man die per default gesetzte Kamera (auf Schiff gerichtete Pyramide) und Lampe (Kreis mit Punkt) erkennen. Diese Einstellungen und Blickrichtungen gilt es auch einzustellen.

Chrom Überzug

Als Erstes wird im Object Mode das Schiff markiert. Danach wählt man die Option Shading (F5-Taste) und dort die Material Buttons aus. Ist für das Schiff noch kein Material vorhanden, sieht das ganze so aus. Demnach muss mit einem Klick auf “Add New” ein neues Material hinzugefügt werden.

Chrom Überzug

Ist dies geschehen stellt man alle Parameter genauso ein, wie sie auf dem unteren Bild zu sehen sind. Dazu sollte man sich dieses vergrößern, ist schließlich so kaum zu erkennen.

Chrom Überzug

Als nächstes wechselt man zu den Testur Buttons. Hier gilt genau das Gleiche – alle Einstellungen sind so zu tätigen wie Bild vorgegeben. Natürlich wählt man aber sein eigenes Hintergrundbild aus.

Chrom Überzug

Nun wechselt man wiederum zu den World Buttons. Auch hier gilt wieder das Selbe. Bild vergrößern und alle Einstellungen übernehmen.

Chrom Überzug

Drückt man abschließend auf F12 wird das Raumschiff gerendert. Man sieht nun sowohl das Hintegrundbild als auch schon die erste glänzenden Reflexionen. Alledings ist jetzt noch die Kameraeinstellung nicht zufriedenstellend und die Beleuchtung ist zu gering, so dass unser Raumschiff kaum Licht reflektieren kann.

Chrom Überzug

Mit der Taste 0 auf dem NUM-Block versetzt man den Blick in die Kamera. Mit der rechten Maustaste kann man diese selektieren und mit G und X, Y, Z in alle Richtungen verschieben.Mit R kann man die Kamera drehen. Dabei sollte man den Pivot Punkt auf “Median Point”stellen. Ist man zufrieden, verlässt man die Kamera Perspektive wieder.

Chrom Überzug

Das Ergebnis kann man mit F12 wieder überprüfen. Man kann dies nun solange wiederholen bis man mit der Sicht so zufrieden ist.

Chrom Überzug

Nun gilt es die Beleuchtungseinstellungen durchzuführen. Die Beleuchtung stellt man am Besten ähnlich meinen Einstellungen im Bild ein. Man kann dann natürlich mit der Beleuchtungsstärke (Energy) als auch mit der Farbe spielen.

Chrom Überzug

Rendert man nun das Bild sieht das Schiff schon sehr schick aus. Will man noch andere Chromeffekte erreichen, kann man in den Materialeinstellungen des Schiffes in den Tabs der “Mirror Transp” und der Shader herumspielen und ausprobieren. Dabei lassen sich ziemlich coole Effekte erzeugen.

Chrom Überzug

Wenn man will kann man dann auch mit F10 die Render Einstellungen ändern, also die Auflösung hoch schrauben, oder ein anderes Ausgabeformat wählen etc…

Chrom Überzug

Zum Abschluss auch noch ein Schiff, dass ich das erste Mal gebasteltet habe, bevor ich auf die Idee kam ein kleines Tutorial zu schreiben.

Eigenes Schiff

Einfaches Raumschiff mit Blender erstellen

Mittwoch, 07.01.2009 um 21:52 Uhr

Hallo liebe Lesergemeinde,

ich hab hier nen kleines Video-Tutorial gefunden, wie ich mit einfachen Mitteln ein kleines Raumschiff in Blender bauen kann. Da das Video allerdings eine recht schlechte Qualität hat, möchte ich dasganze Mal in Worten und Bildern zusammenfassen und noch ein Bisschen erweitern.

Da Bilder mehr sagen als 1000 Worte, werde ich die Anleitung natürlich bebildern. Als Voraussetzung für dieses Tutorial steht natürlich die Installation von Blende, entweder aus den Paketquellen oder direkt von der Blender Seite. Die Bilder sind auf der Webseite recht klein dargestellt. Per “Grafik Anzeigen” im Browser können jedoch die großen Bilder betrachtet werden.

Dieses Bild zeigt den Startbildschirm von Blender. Um loslegen zu können muss er von nicht nötigen Elementen gereinigt werden. Das geht mit einem Druck auf die Entf-Taste und dann mit Enter bestätigen. Nun kann mit der Erstellung des Raumschiffes begonnen werden.

Dazu wird wie im nächsten Bild ein Kreis erstellt. Die Einstelleungen in Radius und Vertices können beibehalten werden.

Jetzt wechselt man die Ansicht vom Object Mode in den Edit Mode.Zur Zeit sind alle Vertices ausgewählt. Mit der Taste A deselektiert man alle Vertices. Mit der Taste B kann nun einen Rahmen um die Vertices gezogen werden, so dass diese selektiert werden. Hat man den dreiviertel Kreis so wie im Bild zu sehen, markiert, drückt man die Entf-Taste und bestätigt mit Druck auf die Vertices-Auswahl.

Nun sollte der Pivot-Punkt (normalerweise Objekt-Mittelpunkt) auf 3D-Cursor umgestellt werden, so wie es im Bild zu sehen ist.

Nun markiert man wiederum mit A die verbliebenen Vertices (viertel Kreis). Im Bild rechts unten sieht man den Reiter Modifiers. Dort klickt man auf die Schaltfläche “Add Modifiers” und wählt aus der Liste Mirror aus. Nun hat man diesen Modifier ausgewählt. Als nächstes muss “Do Clipping” im Mirror Modifier angeschalten werden. Dies hängt die weiteren Modifier an die Spiegelfunktion mit an. Der zweite Modifier heißt Subsurf und sollte nun hinzugefügt werden. Ist dies geschehen wird mit E die Funktion Extrudieren ausgewählt, aus dem aufklappenden Menü wählt man “Only Edges” aus. Gleich danach drückt man S, um die Extrudierfunktion in eine Scale-Funktion umzuwandeln. Den entstehenden Halbkreis zieht man ungefähr soweit, dass er die Breite wie im Bild zu sehen hat.

Mit den NUM-Tasten der Tastatur sollte nun in eine Ansicht ähnlich der auf dem Bild gewählt werden. Das ermöglicht nun die Modellierung des Halbkreises in die dritte Raumrichtung.

Man wechselt nun kurzzeitig in den Object Mode und klickt unten links auf die Schaltfläche “Set Smooth”. Dann sollten im Halbkreis Linien erscheinen, wie im Bild zu sehen.

Nun geht es wieder zurück in den Edit Mode. Dort angekommen drückt man A um alle Vertices zu markieren, danach folgt ein Strg+N und man bestätigt die Neuberechnung der Normalen mit Enter. Nun sollten die Streifen verschwunden sein.

Danach folgt die bekannte E-Taste zum Extrudieren unseres Halbkreises. Im aufklappendem Menü wählt man Region aus. Nun kann man durch bewegen der Maus die Höhe des eigenen Raumschiffes festlegen.

Als Ergebnis erhält man nun so eine gebogene “Wurst”.

Nun wird der obere Teil der “Wurst” zusammengeschrumpft. Dazu wählt man den entsprechenden Menüeintrag unter Mesh oder drückt alternativ Alt+S und schrumpft damit die obere Ebene zusammen, bis nur noch ein schmaler Steg übrig ist.

Man sieht, dass sich an den Enden hässliche Ecken herausgebildet haben, diese gilt es nun zu beseitigen. Man navigiert mit dem NUM-Block in eine entsprechende Ansicht.

Mit A deselktiert man alle Vertices. Mit der rechten Maustaste auf eine der beiden vordersten Vertices wählt man dieses aus. Mit der G-Taste (Grab) kann nun dieser Punkt frei verschoben werden. Dies tut man solange bis man zufrieden ist und wiederholt das ganze für den zweiten Punkt. In Blender ist es sehr einfach Dinge in bestimmte Koordinatenrichtungen zu verschieben. Will man also einen Punkt nur in x-Richtung verschieben, wählt man diesen mit G an und drückt danach die X-Taste, nun rastet die Grab-Funktion in x-Richtung ein. Dies geht natürlich auch mit der y- und z-Richtung.

Mit Strg+R wählt man die Funktion “Number of Cuts”. Dies nutzt man normalerweise, um Zwischenebenen in ein Objekt einzufügen. Hier brauchen wir das Objekt um die runde “Wurst” zu glätten. Dazu gehen wir nachdem wir die Funktion mit der Tastenkombination aktiviert haben, über unser Objekt. Nun sehen wir beim drüberbewegen verschiedene lila Linien. Wir verschieben die Maus solange, bis wir die gewünschte Ebene (siehe Bild) erreicht haben. Nun drückt man die linke Maustaste, der Ring färbt sich nun gelb. Durch ziehen der Maus sieht man was diese Funktion bewirkt.

Die Maus zieht nun bis ganz nach unten, so dass die untere Kante schärfer gezeichnet wird. Diesen Vorgang kann man mit Strg+R mehrmals wiederholen, bis man zufrieden ist.

In der Menü-Leiste unterhalb der 3D-Darstellung gibt es eine Auswahl für verschiedene Auswahl-Modi. Zur Zeit haben wir den Vertex Select Mode aktiviert. Nun sollte der Face Select Mode ausgewählt werden (kleines Dreieck, siehe Bild). Nun kann eine ganze Fläche mit rechts-Klick der Maus aktiviert werden.

Nun braucht das Raumschiff noch ein Cockpit. Dazu selektiert man die Fläche die der Mitte am nächsten ist. Mit der Extrudierfunktion (Taste E) kann nun diese Fläche extrudiert werden. Mit y wählt man nun die passende Richtung und erweitert diese Fläche bis zur roten Linie. Nun drückt man gleich nochmal E und y und erweitert die Ebene um ein zusätzliches Stück.

Nun wechselt man den Select-Mode auf Edge Select und selektiert die 3 Kanten in der Mitte der eben extrudierten Ebene (Shift beim Selektieren gedrückt halten, siehe Bild). Nun drückt man die S-Taste zum Skalieren und bläht damit unser nun entstehendes Cockpit auf.

Voila – fertig ist unser Raumschiff. Natürlich sieht dies jetzt noch sehr spartanisch und wenig schick aus.

Mit Hilfe der Extrudierfunktion kann das Raumschiff natürlich schick gemacht werden. Hier und da kann man nun noch gefährlich aussehnde Erweiterungen an das Schiff anbringen. Zudem benötigt unser Raumschiff noch einen Antrieb, entweder man bastelt sich durch extrudieren und skalieren externe Triebwerke oder lässt diese einfach in die Hülle ein, so wie ich das getan habe. Nun sieht das Raumschiff doch gleich viel cooler aus…

So das wars. Ich hoffe euch hat dieses kleine Tutorial Blender etwas näher gebracht. Das Raumschiff sieht nun natürlich noch nicht sonderlich schick aus, es fehlen eine geeignete Textur und der Hintegrund. Wenn man das Bild rendert (F12-Taste) dann kann es passieren, dass wir nichteinmal das komplette Raumschiff sehen. Dazu gibt es die Kamera-Objekte in Blender. Diese können frei im Raum angeordnet werden und definieren den Blickwinkel auf unser Objekt. Mal sehen vielleicht schreibe ich noch ein Tutorial zur Texturierung des Raumschiffes.