Umfrage – Distributionschaos Ubuntu

Dienstag, 04.08.2009 um 16:28 Uhr

Moin liebe Lesergemeinde,

es gibt gefühlt fast jede Woche einen neuen Ubuntu Ableger. Mittlerweile ist die Anzahl, der auf Ubuntu aufsetzenden Distributionen nicht mehr überschaubar.

Was haltet ihr davon? Findet ihr die ständige Abspaltung neuer Distris sinnvoll, oder reichen eurer Meinung nach wenige? Wie sollte man der Fülle an Distris Herr werden, ist das überhaupt nötig?

Ab mit euren Meinungen in die Kommentare…

Kommentare

  1. Greebo sagt:

    Es schadet nicht viele verschiedene Distributionsableger zu haben. Allerdings sind viele dieser selbsternannten Distributionen kaum mehr als die Orginaldistribution mit nem anderen Hintergrundbild. Reduziert man die vorhandenen Distributionen auf welche, die ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben, wird es doch deutlich entspannter ;) . Insofern sind die meisten Distributionen Quatsch, aber solange sie niemand weh tun, who cares.

  2. RubiXquuP sagt:

    na leute ich mach mir da gar keine sorgen… viel eher kann man daran messen wie erfolgreich die “Ur”-Distribution ist, wenn sie vielfach als Basic genutzt wird! Ausserdem werden die vielen Verbesserungen, dann nach der Entdeckung eh eingepflegt! Diversity rules!

  3. Wulfnoth sagt:

    Ubuntu ist ja selbst ein Debian-Ableger. Wenn man also über den Sinn oder Unsinn von Ablegern reden will muss man zur Wurzel zurück.
    Letztlich sind fast alle heutigen bestehenden Distributionen Ableger von einigen wenigen “Grunddistributionen”: RedHat, Debian, Slackware
    Ein heutiger kleiner (sinnloser) Ableger kann eines Tages die bestimmende Linuxdistribution werden.

    Wenn Debianentwickler sich über die Ablegerwut beklagen ist das verständlich, immerhin bedienen sich viele bei Debian ohne dem Projekt was beizusteuern. Als Ubuntuianer wäre ich da vorsichtiger.

  4. Steff sagt:

    Nur was richtig Opensource ist, kann man auch forken. Von daher ist die “Distributionsvielfalt” im Grunde genommen ein wichtiger evolutionärer Schritt. Im Darwin’schen Sinne bleiben die “Desktopverschönerer” mit vielleicht noch einem dazuprogrammierten Extratool langfristig sowieso auf der Strecke. Un hey, Ubuntu ist auch nur ein Debian-Fork.

  5. zerwas sagt:

    Toll finde ich es nicht, da man die Arbeit, die in eine solche “Distribution” gesteckt wird, auch in ein einfaches Metapaket stecken könnte, das die diversen Tools und ästhetischen Änderungen in sich vereint. Damit wäre allen m.E. mehr geholfen.

  6. Sammy sagt:

    Ich finde es theoretisch auch nicht schlimm, dass es viele verschiedene “Ubuntus” gibt. Jedoch sind die meistens soo ähnlich, dass es eigentlich überflüssig ist und wie es zerwas sagt, wäre das anbieten von Metapaketen viel sinnvoller.

    Wobei diese Vielfalt auch helfen kann, dass Ubuntu sich in die verschiedensten “Gruppen” einnistet. (Siehe aktuell Sabily)
    Wobei da wahrscheinlich auch spezielle Pakete mehr Sinn machen.

  7. schwalbe93 sagt:

    Natürlich ist es nicht gut. Wäre mir andere Distr. schon lieber, die nur auf den Kernel aufsetzen und so!

  8. Jürgen sagt:

    Aus “Marketing”-Gründen wäre es besser wenn es wenige starke Distributionen geben würde.
    Wenn man jemand zu Linux “bewegen” möchte, dann ist die 1. Hürde für solche Menschen – welches?

    Auch wäre es natürlich sinnvoll, wenn die “Ableger”-Arbeitszeit in die schon vorhandenen Distributuinen gesteckt werden würde.

    Jetzt unabhängig vom Linux finde ich es schon ziemlich schwierig zu überlegen, welche Entwicklungsumgebung und da gibt es im LINUX-Bereich bzw. im Open Source Bereich das gleiche Problem.

    Als Endanwender und auch als Entwickler möchte ich ein einfaches System mit einfachen Administrations-Tools und gleichzeitig auch Software, die es morgen noch gibt.
    Eine starke Textverarbeitung, für die verschiednen Programmiersprachen nicht zig Entwicklungstools (IDEs), sondern eine starke und gute….

  9. Harper sagt:

    Ich schätze das den meisten das Partizipieren an der direkten Entwicklung von Ubuntu einfach zu kompliziert ist.

  10. Schmiddi sagt:

    Mir persönlich ist es recht egal, ob es nun n oder n+1 Forks von Ubuntu gibt. ;) Sicher gibts da manch berechtigten Ableger (siehe Netbook Remix)
    Ich fände es halt sinnvoller, wenn die Leute statt den 1000. Ableger zu basteln lieber ihre Arbeit und Energie in das eigentliche Ubuntu stecken würden.

  11. poguehead sagt:

    Für Linux-Neulinge oder solche, die es werden wollen, ist es vielleicht etwas blöd, weil man nicht weiss für welche Distribution man sich entscheiden soll. Für alle Anderen dürfte es ziemlich egal sein. Mir ist ist völlig egal, ich bastel mir meine eh immer selber zusammen.

  12. timaba sagt:

    Ich finde den Vergleich von OpenSource-Entwicklung und Evolution ziemlich gut. Jeder Nische ihr Ubuntuableger, fällt die Nische weg, geht auch der Ableger ein. Das ist ein Erfolgsmodell und funktioniert schon ein paar Milliarden Jahre. Für Ubuntu ist es ein Lob und es wird Ubuntu auch nicht schaden. Ich glaube auch nicht, dass es Anfänger verwirrt: Wer sich ein Auto kauft, schaut auch erstmal bei den populären “großen” Anbietern und nicht gleich beim Spezialfahrzeugbau.

  13. easyMF74 sagt:

    Linux und die verschiedenen Distributionen werden von freiwilligen in Eigenleistung aus Spaß an der Freude entwickelt. Warum sollte mann diesen Leuten vorschreiben, wie sie Ihre Freizeit verbringen. Ich ziehe vor diesen Leuten nur den Hut. Sie bringen Vielfalt und Abwechslung, die Linux gerade so besonders macht. So gibt es halt für viele unterschiedliche Geschmäcker auch unterschiedliche Lösungen. Ob das jetzt verschiedenste Desktops sind oder verschiedene Programmbündel, die mal auf Performance und mal auf Eye-Candy spezifiziert sind, für jeden ist etwas dabei.
    Also meine Meinung: Seit dankbar für diese Vielfalt und das Engaschement was jeder einzelne freiwillig der Comunity beisteuert. Nur was gut ist setzt sich durch. Um zu wissen ob eine Idee gut ist, muß sie aber auch ersteinmal umgesetzt und presentiert werden.

  14. Benjamin sagt:

    Ich finde viele der Distris überflüssing (wie z.B. religöse Ableger) aber dennoch haben sie ihrere Berechtigung zu exestieren. Ich sehe in viele zwar kein Sinn… aber hey wenn es Leute gibt, die sie nutzen, haben diese doch ihren Sinn (den ich nicht kenne) erfüllt.
    Wichtig finde ich, dass Ableger kenntlich machen, dass sie Ableger sind. Nicht so wie z.B. “SUPER Ubuntu”, wo Neulinge einfach nur denken, dass das Ubuntu ist nur besser.

  15. Kelme sagt:

    Also bist auf Ubuntu, Ku- und Xubuntu(sind das schon wirkliche Ableger?) und Remix sind die doch alle mehr oder weniger irrelevant. Die gibt es zwar, aber wer nutzt die groß? Kann nicht wirklich groß schaden. Und wenn es den Leuten Spaß macht neue zu kreieren…

  16. Moin,

    gerade das was mit Ubuntu, Debian, Redhat und Co. passiert macht doch Open Source aus – jeder kann was dazu beitragen und wenn es sein muss auch seinen eigenen kleinen Beitrag dazu leisten und wenn es halt ein Ableger vorhandener Software ist. Also ich find das gut!

  17. aron sagt:

    also ich denke das dieser distributionsdschungel dem betriebssystem linux mehr schadet als hilft. da muß man sich nicht wundern wenn potentielle anwender verschreckt werden. und wenn jetzt allein schon von ubuntu ein dutzend versionen existieren….das ist ganz einfach kontraproduktiv. wenn nicht irgendwann einmal alle an einem strang ziehen wird linux auf ewig ein nischenprodukt von und für freaks sein. wie schön wäre es, wenn man irgendwann einmal auf einem linux-rechner auch mal aktuelle games zocken kann…adobe-software uneingeschränkt nutzen kann oder ganz einfach hardwarehersteller wie z.b. logitech ihre 0815-konfigurationssoftware nicht nur für windows schreiben würden. *seufz*

  18. DerSchlotti sagt:

    Ich finde dieses Chaos auch schlimm.
    Besonders diese ganzen Debian-Ableger wie Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu usw. finde ich echt völlig überflüssig. ;-)

  19. Keba sagt:

    “Das Ziel von Linux ist es nicht, möglichst viele Nutzer zu haben, sondern möglichst gut zu sein.” Diesen Satz habe ich am Anfang oft gelesen, aber ich glaube nur wenige (Richard Stallmann zum Beispiel) nehmen diesen ernst.

    Wenn neue Ableger neue Ideen ausprobieren können, ist das doch toll. Vllt. finden sie dolle Sachen, die ins Mutterprojekt zurückfließen können. Wenn nicht, auch egal, die Leute haben immerhin an Erfahrung gewonnen.

    Ja, Marketing-technisch mag es vllt. schlecht sein, aber das wichtigste Marketing kommt ja nicht von uns, sondern von Computerbild, Chip etc. Und die setzen mW Ubuntu mit Linux gleich, egal was es sonst so gibt. Was ist also daran schlimm?

    Und Leute wie ich, die einfach ihr Ubuntu nutzen, muss eine christliche, satanistische oder muslimische Distri ja nicht aufregen. Da gibt es Leute, die etwas für ihre Religion bzw. ihren Glauben tun. Ist doch toll.

    Aber ich muss zerwas recht geben: Es wäre für die Entwickler einfacher ein Meta-Paket zu basteln. Aber wenn sie “etwas lernen” wollen, warum nicht? Wenn Leute auf Arch/Gentoo umsteigen, ist einer der Hauptgründe auch immer “Ich will mehr von Linux wissen.”

    Grüße, Keba.

  20. shermann sagt:

    “Linux is Choice”
    Jeder kann was dazu beitragen Linux besser oder bekannter zu machen..von daher ist jede neue Distro / jeder neue Ableger einer Distro ein Zugewinn. Und nein, der Dschungel wird nicht besser wenn man ihn abholzt ;)

  21. leser sagt:

    Zum Einstieg ist die Distributionsvielfalt verwirrend, da ist es schon gut, das es ein paar “big player” wie SUSE, RedHat und Ubuntu gibt, an die man sich halten kann.

    Inzwischen finde ich es aber super, ich sehe es eher als eine riesige Vielfalt vorkonfigurierter Linuxe an, aus denen man je nach bedürfnis aussuchen oder sich auch nur Anregungen für’s eigene System holen kann. Diese Ideenvielfalt ließe sich nie in einer einzigen standard Distribution verwirklichen.

    Wichtig finde ich nur, das grundlegende Schnittstellen und Paketformate weiter vereinheitlicht und standarditisert werden.

  22. Jazz sagt:

    Danke für die Rege Beteiligung.

    Ich muss sagen, ihr habt mich überzeugt. Ich war auch erst für die Bündelung der Resourcen und er Beteiligung aller an den großen Distris. Aber jetzt finde ich die Aufsplittung auch mal nicht schlecht. Die meisten Anfänger hören eh zuerst Ubuntu oder Suse. Wenn man sich dann etwas auskennt und was anderes will, hat man eine große Wahl. Wenn ich ne Distri mit e17 als Desktop haben will, dann muss ich nur nach so einer suchen und bekomme gleich alle passend abgestimmten Tools dazu – also eigentlich nicht schlecht.

    PS. Manche Distris wären trotzdem glaube ich besser in einem Metapaket aufgehoben.

  23. suki11 sagt:

    Man sollte aus Übersichtlichkeit- und Marketing-Gründen unbedingt von diesem Namens-Chaos weg kommen.

    Statt Kubuntu und Xubuntu sollte man einheitlich sagen:
    Ubuntu
    Ubuntu mit KDE (odre Ubuntu-KDE)
    Ubuntu mit Xface (Ubuntu-X)
    usw.

    Also immer nur von Ubuntu reden. Sonst schreckt das Anfänger ab und man kann es auch leicht ins Lächerliche ziehen oder als Nachteil verkaufen.

  24. Genau, dem kann ich nur zustimmen.