Umgehen von Firmen-Internet-Filter
Mittwoch, 29.07.2009 um 15:54 UhrMoin liebe Lesergemeinde,
bei mir auf Arbeit sind allerhand Seiten per Webfilter von der IT gesperrt worden. Leider gibt es auch ab und zu sinnvolle Inhalte, die mit gesperrt werden. So gibt es zB auf Youtube einige Videos, die durchaus Arbeitsrelevant sind. Leider ist natürlich Youtube gesperrt.
Laut der IT kann man durch das Gäste WLAN auf Youtube zugreifen. Das geht auch, allerdings kann man sich da nur die Webseite anschauen. Die Videos abspielen geht trotzdem nicht.
Also habe ich nach einem Weg gesucht, den Webfilter zu umgehen. Das würde sicher nicht auf Beifall der IT stoßen, aber was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß.
Da habe ich im Netz ein ganz interessantes Firefox Add-On gefunden. Dieses ist wie ein Proxy im Internet (Proxy Einstellungen direkt im Browser zu verändern, bringt auch nichts), dieser lädt die aufgerufene Seite in seinen Cache und leitet sie an den eigenen Rechner weiter. Es gibt eine ganze Reihe voreingestellter Proxys, die man nutzen kann.
Das wirkte bei mir Wunder. Nun kann ich auch gesperrte Webseiten aufrufen. Das Skript ruft man auf, indem man in der Adressleiste die beim Drüberfahren sichtbare Schaltfläche mit dem “P” drückt (siehe erstes Bild roter Pfeil).



Youtube Videos angucken geht damit aber auch nicht, oder?
Interessante Lösung – aber man sollte vielleicht darauf hinweisen, dass einem so etwas je nach Arbeitgeber leicht eine Abmahnung wenn nicht gar schlimmeres einhandeln kann.
interessante idee, die jedoch nicht ueberall funktionnieren wird, da wenn die IT’ler klug sind, auch die proxies ueber firewalls schliessen. zumindest ist das so bei uns (wir verwenden barracuda). so ist diese lösung keine lösung da der firewall diese konfigurierbare webseite als proxy-alias blcokiert… schade
Gut, dass du diesen Trick auch für dich behälst und nicht allen erzählst, sonst könnte ja jemand aus der IT in deinem Blog darüber stolpern
*joke*
Gruß Benni
@cithrix: Youtube geht damit, aber schnell ist anders…
@klaro: Hast recht, die Problematik sehe ich auch.
@marin: Generell blockiert man diese Proxies mit dem eigenen Web Proxy, da die bei sowas flexibler sind und auch auf den Inhalt des GET-Requests anstatt nur auf die IP (wie eine Firewall) reagieren können.
@Benni: Schon passiert…
Ich kann aus Schulzeiten folgendes empfehlen:
vServer (gibt es für 5€/Monat) mit tinyproxy
SSH-Tunnel mit freigeschaltenem Port z.B.: 443

Nun je nach Konfiguration einfach im Browser nen localhost: proxy eintragen und fertig.
Alle Ports, alle Sites, alles frei zugänglich
Und es wird nur die Verbindung zum vServer geloggt, der Rest ist nicht sichtbar
@hardyy: Das funktioniert nur, wenn du direkten Zugriff auf den vServer hast, du kannst – zumindest mit einem Standardbrowser – ja nur einen Proxy nutzen. Wenn du jedoch nur unter Verwendung des Firmen-Proxies rauskommst, kannst du den vServer-Proxy nicht mehr eintragen. Und wenn du den Firmen-Proxy nicht brauchst hast du sowieso freien WWW-Zugang und kannst auch auf den tinyproxy verzichten.
…Und bei der Tunnelung von SSH über Port 443 musst du schon darauf vertrauen, dass der verwendete Proxy keine Protokoll-Analyse durchführt.